Aktuelles E-Mobilität

CUBOS: Ladeinfrastruktur „Made in Wolfsburg“ für Europa

Von Alexander Voigt

Wahlkampfzeiten: Manfred Weber, Fraktionsvorsitzender der Europäischen Volkspartei (EVP), hat bei einem Abstecher nach Wolfsburg auch Cubos besucht. Das Unternehmen plant, entwickelt und konstruiert Komplettlösungen aus Hard- und Software mit volldynamischem Lade-Lastmanagement für das teilöffentliche Laden von Elektrofahrzeugen, bei dem der Ladepunktbetreiber sämtliche Ladevorgänge an allen Ladepunkten einsehen, steuern und verwalten kann. Gemeinsam mit seinem Parteifreund Dennis Weilmann, der am 26. September in die Stichwahl zum neuen Oberbürgermeister des Stammsitzes des Volkswagen Konzerns gehen wird, informierte sich Weber über aktuelle Fragestellungen rund um die Ladeinfrastruktur moderner E-Fahrzeuge: Im Gespräch wurden neben generellen Aspekten der Mobilität der Zukunft vor allem Themen wie Eichrechtskonformität oder die fehlenden gesetzlichen Vorgaben für die Stromabrechnung beleuchtet.

Cubos-Geschäftsführer Marc Wille mit den Europaabgeordneten Lena Düpont und Manfred Weber sowie Oberbürgermeisterkandidat Dennis Weilmann (v.l.) vor einer Cubos-Wallbox C11E Premium. Foto: Cubos.

In Deutschland werden privat genutzte Wallboxen von der KfW mit 900 Euro bezuschusst; öffentliche Ladepunkte – insbesondere Schnellladeplätze – werden ebenfalls gefördert. Damit künftig auch am Arbeitsplatz Elektroautos geladen werden können, bedarf es neben gesetzlichen Verpflichtungen spürbarer Anreize für die Unternehmen, in eine eigene Ladeinfrastruktur zu investieren. Im Idealfall stellt die EU hier noch zusätzliche Weichen, damit der Green Deal auch gelingen kann.

„Wolfsburg ist der Hauptsitz von Volkswagen“, betonte Weilmann. „In unserer Region werden die Weichen für die Mobilität von morgen gestellt. Elektromobilität, autonomes Fahren und die Vernetzung von Haus und Auto werden auch in vielen mittelständischen Unternehmen wie Cubos entwickelt.“ Marc Wille, Geschäftsführer der Cubos GmbH, erinnerte an ein Faktum, das häufig übersehen wird: „Fahrzeuge sind einen Großteil des Tages Stehzeuge. Und der überwiegende Teil der Autofahrer wohnt zur Miete.“ Für Wille bedeutet das: „Die Mobilitätswende hin zum E-Fahrzeug kann nur gelingen, wenn der Strom – möglichst aus einer Solaranlage – auch am Arbeitsplatz in die Autos eingespeist wird.“ Hierfür wünscht Cubos sich verlässliche Rahmenbedingungen in Form von Regelungen und Förderungen – auch seitens der EU.

Cubos selbst ist mit gutem Beispiel vorangegangen und hat in eine Solaranlage mit einer Höchstleistung von 100 Kilowattstunden investiert und diese Anlage mit einem Zwischenspeicher von 100 Kilowatt kombiniert: „Mit unserer Software können wir den Energiefluss intelligent steuern und so nicht nur für das Firmengebäude, sondern auch für unsere Flotte Teilautarkie erreichen“, verrät Wille Details. Rund um das Firmengebäude sind mittlerweile 25 Wallboxen – eigene und Fremdfabrikate – verteilt, die über das Lastmanagement „CUBOS.Connect“ verwaltet und dynamisch gesteuert werden. Cubos hat in den vergangenen sechs Monaten rund 1.000 privat genutzte Ladepunkte allein im Großraum Wolfsburg in Betrieb genommen. Das Unternehmen plant zurzeit einen Piloten von 10.000 AC-Ladepunkten für das teilöffentliche Laden für die EU zu realisieren. Hard- und Software sind kurzfristig abrufbar, um einen definierten Nutzerkreis im Windhundverfahren zukunftsfähig aufzustellen.

%d Bloggern gefällt das: