E-Mobilität Fahrbericht

Volkswagen ID.5 GTX – Der Vorhang hebt sich … bald

„Covered Drive“ des neuen Volkswagen ID.5 GTX.

Von Alexander Voigt

Ungetarnt wird man ihn erst ab seiner Messepremiere im Rahmen der diesjährigen Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) Anfang September in München zu sehen bekommen: Der neue Volkswagen ID.5 GTX ist nach dem ID.3. und ID.4 das dritte Modell auf Basis des Modularen E-Antriebsbaukastens (MEB). Einen ersten Blick auf das vollelektrische – noch umfangreich getarnte – Performance-Fahrzeug gewährte Volkswagen Ende Juli bei einem verschwiegenen „Covered Drive“ vor den Toren Düsseldorfs.

Der ID.5 GTX ergänzt als SUV-Coupé perfekt die ID.-Familie, die bisher aus dem kompakten ID.3 und dem ID.4 mit einer klassischen SUV-Silhouette besteht. Der sportlich-elegante Auftritt des Neuen wird neben der starken, markanten Front durch die früh absinkende Dachlinie bestimmt. Das Coupé-Design sorgt insbesondere gegenüber dem ID.4 für einen optisch deutlich tieferen Schwerpunkt des ID.5 GTX, obwohl er mit einer Länge von 4,61 Meter – dank anderer Stoßfänger – lediglich drei Zentimeter länger als sein SUV-Bruder ist. Hinzu kommt die dadurch optimalere Aerodynamik, so dass der ausschließlich mit einer 77 Kilowattstunden-Batterie erhältliche Stromer sogar über eine (WLTP-)Reichweite von bis zu 497 Kilometer verfügen wird.

Darüber hinaus entspricht er technisch dem ID.4 GTX: Somit verfügt auch der ID.5 GTX über einen Dualmotor Allradantrieb. Zwei E-Maschinen – je eine an der Vorder- und Hinterachse – sind ohne Kupplung oder Kardanwelle rein „elektrisch“ miteinander vernetzt. Gemeinsam kommen sie auf eine Systemleistung von 220 kW / 299 PS, die das vollelektrische SUV-Coupé auf eine Spitzengeschwindigkeit von 180 Stundenkilometer beschleunigen werden.

Das Highlight des Fahrzeuges wird auch im ID.5 GTX der von Volkswagen entwickelte elektronische Fahrdynamikmanager sein, der nicht nur das Zusammenspiel der beiden E-Motoren steuert, sondern ferner den Antrieb mit den Regelsystemen der Bremsen und des Fahrwerkes verknüpft. Er überwacht sämtliche Bewegungen des ID.5 GTX – ob Beschleunigen, Bremsen oder Kurvenfahrt. Der Fahrdynamikmanager arbeitet dabei eng mit der Stabilitätskontrolle ESC und der Allradregelung zusammen. Die elektronische Quersperre XDS+, die ebenfalls an den Manager angebunden ist, rundet bei schneller Kurvenfahrt das Handling ab: Sie bremst die entlasteten kurveninneren Räder leicht ab – damit dreht sie das Auto je nach Bedarf leicht in den Kurvenradius hinein. Im Zusammenspiel mit der guten Lenkansprache sorgen die Regelungen des Fahrdynamikmanagers daher für eine lineare, vorhersehbare Fahrzeugreaktion bei gleichzeitigem hohem Gesamtkomfort des ID.5 GTX – ein unglaublicher Fahrspaß ist somit garantiert.

Die mögliche Anhängelast von bis zu 1.400 Kilogramm (bei acht Prozent Steigung) unterstreicht die Alltagstauglichkeit. Das neue MEB-Performance-Coupé wird in Zwickau von den Bändern rollen und bilanziell CO2-neutral an die Kunden übergeben. Wird es mit „Grünstrom“ geladen, kann es nahezu klimaneutral gefahren werden, so dass auch der ID.5 GTX einen Meilenstein der Accelerate-Strategie der Marke Volkswagen auf dem Weg zu einer vollständig elektrifizierten Neuwagenflotte verkörpert.

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