Fahrbericht

Audi RS 3: überlegene Kurvenperformance dank Torque Splitter

Der Audi Einstiegssportler RS3 erfährt eine Neuauflage. Statt nur mit ein paar nachgestellten Schrauben und einem Update für die neuesten Assistenzsysteme kann die dritte Generation mit einigen ganz besonderen Highlights aufwarten. Der Vorgänger des neuen RS3 verkaufte sich bereits mehr als 45.000 Mal. Mit dem nun kommenden Modell wollen die Ingolstädter diese Zahl noch übertreffen und richten sich besonders an junge Kunden. So ist der RS3-Käufer etwa vier Jahre jünger als der A3-Fahrer. Bei der Entwicklung zahlen sich die engen Verbindungen zum Kundensport aus und fließen in die Entwicklung ein. Das Schwestermodell Audi RS3 LMS konnte in der Vergangenheit diverse Motorsporttrophäen erringen. Dessen DNS ist auch in der neuesten Version des RS3 spürbar.

Audi ist bekannt für seine Fünfzylinder. So verwundert es nicht, dass die Ingolstädter im RS3 auch ihren ikonischen 2,5-Liter-TFSI-Motor einsetzen. Die Ingenieure holten noch 20 Newtonmeter Drehmoment mehr aus dem Aggregat, das neun Jahre in Folge „International Engine of the Year“ wurde und machten den RS3 so zum „König der Kompaktklasse“. Mit seinen 400 PS und 500 Newtonmeter Drehmoment dominiert der Audi RS3 die Gruppe der Kompaktsportler. In 3,8 Sekunden absolviert er den Standardsprint von null auf 100 km/h. Die Basisversion ist bei Tempo 250 abgeriegelt. Mit dem hinzubuchbaren RS-Dynamikpaket sind sogar Geschwindigkeiten bis 290 km/h möglich. 

Doch der wahre Vorsprung des allradgetriebenen RS3 gegenüber seinem Segment liegt nicht etwa nur in Drehmoment und Leistung sondern – auditypisch – in der Technik. Dem Torque Splitter. Dieser kommt erstmals in einem Kompaktmodell zum Einsatz. Gemeinsam mit Volkswagen forschte Audi mehr als fünf Jahre an dieser Technik. Diese ermöglicht die gezielte Verteilung des Drehmoments an die Räder der Hinterachse. Anders als bei einem Sportdifferential wird je eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung an der jeweiligen Antriebswelle genutzt. Dadurch wird die Kraft des Fünfzylinders optimal verteilt. In Kurven wird so mehr Kraft an das jeweils kurvenäußere Hinterrad vergeben. Ein Über- oder Untersteuern wird somit deutlich reduziert. Seine Vorteile spielt der Torque Splitter besonders in den speziellen Fahrmodi aus. Der RS3-exklusive Modus „RS Torque Rear“ ermöglicht ein besonderes Drifterlebnis. Bei der Fahrt, die nur auf abgesperrten Strecken erfolgen sollte, leitet der Torque Splitter bis zu 1750 Newtonmeter auf ein Rad. Rasante Drifts und Kurvenfahrten werden so ermöglicht. Wer lieber geradeaus fährt und den Rundkurs bevorzugt, kann den „RS-Performance“ Modus wählen. Der Torque Splitter unterstützt hierbei die Längsdynamik des RS3 und ist zudem optimal auf die erstmals optional erhältlichen Semi-Slick-Reifen von Pirelli abgestimmt. Neben den sportlichen Fahrmodi hat der Fahrer noch die Auswahl zwischen fünf weiteren. 

Im Gegensatz zum Audi A3 liegt die RS3-Version 25 Millimeter tiefer. Das RS-Sportfahrwerk sowie RS3-spezifische Dämpfer passen das Auto an die sportliche Fahrweise an. Die Einstellungen von Federn und Dämpfern sind betont straff. Der RS3 ist ein Sportmodell, das seinen Namen verdient. Die Technik um den Torque Splitter wurde eng auf alle Bereiche des Fahrzeugs abgestimmt und sorgt für einen spürbaren Unterschied zum Basismodell A3. 

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