E-Mobilität

Online-Weltpremiere des Cupra Born

Spanischer ID.3-Bruder stellt sich vor.

Von Björn-Lars Blank

Mit dem Modell Born legt die Seat Performancemarke Cupra erstmalig ein vollelektrisches Fahrzeug auf. Nach ersten Designstudien und Prototypen präsentieren die Spanier nun die mit Spannung erwartete Serienversion.

Foto: Cupra.

Born to be alive – die Namensgebung des Cupra lädt zu Wortspielen ein. Der Bruder vom Volkswagen ID.3 steht ebenfalls auf der MEB-Plattform, trägt indes ein eigenständiges Äußeres: Spanisches Temperament trifft auf modernes katalanisches Design. Der Elektro-Flitzer kommt in drei Ausführungen auf den Markt. Das System aus E-Motor und Heckantrieb liefert in das Basis-Version eine Leistung von 150 PS. In der stärksten Variante sind es deren 231. Die Reichweite vom vollelektrischen Born liegt je nach Modellausführung bei maximal 540 beziehungsweise 340 Kilometern nach WLTP-Testzyklus. 

Obwohl er erst noch in den Markt startet, gibt es um das Modell bereits eine illustre Geschichte zu erzählen. Vorgestellt wurde er nämlich auf der IAA 2019 in Frankfurt als Seat el-Born. Daraus wurde in der Folge, auch aus Gründen der Marktpositionierung, der Cupra el-Born, mit Schwerpunkt auf Fahrspaß. Den spanischen Artikel vom namensgebenden Stadtviertel Barcelonas sparte man nun ein. Als Cupra Born kommt er nun auf den Markt. Geblieben ist die Orientierung an Fahrspaß und Lifestyle. Ein E-Auto mit Reichweite und dennoch Betonung der Fahr-Performance soll der Born sein. „Er ist umweltbewusst und gleichzeitig dynamisch und aufregend“, charakterisiert der Cupra-Vorstand für Forschung und Entwicklung, Dr. Werner Tietz den Neuling. Die Auslieferung dieses E-Autos soll klimaneutral erfolgen – ein Novum für die Marke. Ein Wert, der Freunden der dynamischen Fahrweise gefallen wird, sind die maximalen 16.000 Umdrehungen in der Minute. Übertragen wird die Kraft von einem Ein-Gang-Getriebe. Für den besonderen Kick beim Fahren sorgt die ab 2022 optional erhältliche E-Boost Ausstattung. Die Leistung wächst mit ihr auf 231 PS an. Den Sprint von null auf 100 Stundenkilometer legt der Born damit in 6,6 Sekunden hin. Mit dem großen Batteriepaket, 77 statt 58 Kilowattstunden, sind es ob des höheren Gewichts glatte sieben Sekunden. Um die Pferdestärken optimal auf den Asphalt zu bekommen, sind für die E-Boost Version breitere Reifen (235 Millimeter) erhältlich. Gebaut wird der Cupra Born im sächsischen Zwickau. Der Startschuss zur Produktion fällt im September. Schnelles Aufladen der Batterien ist mit bis zu 125 Kilowatt möglich. Damit sind nach Herstellerangabe im Optimalfall 100 Kilometer Reichweite in sieben Minuten Ladezeit drin. Mit einer Länge von rund 4,3 Metern, einer Breite von 1,8 Metern und einer Höhe von 1,5 Metern hat der Cupra ähnliche Abmessungen wie der ID.3. Der Radstand beträgt 2.767 Millimeter. Indes liegt der Born um bis zu 20 Millimeter tiefer auf der Straße.

Foto: Cupra.

Im Innenraum wird vorne auf Sportschalensitzen Platz genommen. Der Kern der Sitze ist aus recyceltem Meeresplastik hergestellt. Ein zwölf-Zoll großes Touch-Display in der Mitte des Armaturenbretts ist serienmäßig. In Sachen Konnektivität kann der Born über die neu aufgelegte „My Cupra“ App verbunden werden, etwa um am Smartphone den Ladezustand des Autos zu prüfen. Ein Head-Up-Display mit Augmented Reality wird ebenfalls verfügbar sein. Noch nicht bekannt sind die Preise, zu denen der Born in den Markt startet, wie auch die Höchstgeschwindigkeit. Die Auftragsbücher öffnen sich Ende des Jahres. 

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