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Bugatti: Mit Hyperspeed durch die Krise.

Eines wurde in der Pandemie deutlich: die Reichen und noch Reicheren waren eher weniger von den wirtschaftlichen Auswirkungen betroffen, als der Durchschnittsbürger. In der Automobilindustrie machten die Absatzzahlen dies deutlich. Wer für den Einstiegs- und Volumenmarkt baute, hatte herbe Rückschläge zu verkraften. Wer Luxusmodelle herstellt, an dem ging die Pandemie fast spurlos vorbei. Lediglich die Werksschließungen im Frühjahr 2020 waren in der Produktionsbilanz ablesbar. 

Der Stammsitz von Bugatti das Chateau St. Jean im elsässischen Molsheim. Foto: Bugatti.

Einige der exklusivsten Luxusmodelle und die bestbetuchten Kunden finden sich bei Bugatti aus Molsheim. Die nobleHypersportwagen-Manufaktur ist die Performance- und Preisspitze im Volkswagen-Konzern. Ein Produktionsstop im März 2020 sorgte für einen kleinen Dämpfer der Absatzzahlen und so bauten die Elsässer nur 77 statt, wie im Vorjahr 82 Einheiten. Nachdem sich die pandemiebedingte Zurückhaltung bei den Superreichen nun in Luft auflöste, zogen auch Produktion und Absatz wieder an. Das erste Quartal 2021 ist das erfolgreichste der modernen Unternehmensgeschichte von Bugatti. 

Der Bugatti-Vorstand freut sich über das erfolgreichste Quartal der modernen Firmengeschichte. Foto Bugatti.

Die Modelle Divo, Chiron, Chiron Sport und Chiron Pur Sport wurden der Marke geradezu aus den Händen gerissen. Die Wartezeiten liegen inzwischen bei mehreren Jahren. Seit 2017 baute Bugatti mehr als 300 Chiron. 150 weitere sind bereits bestellt. Doch den begrenzten Platz im Molsheimer Atelier muss sich das Modell mit noch exklusiveren Hypersportwagen teilen. Zehn Einheiten des Centodieci sollen dort, wie bei Bugatti üblich, in Handarbeit gefertigt werden. Auch wenn dessen Entwicklung noch nicht einmal abgeschlossen ist, sind selbstredend alle Exemplare verkauft. Unter anderem an Cristiano Ronaldo.

Der Prototyp des Bugatti Centodieci. Foto: Bugatti.

Die Marke zitiert gern ihren Gründer Ettore Bugatti mit den Worten: „Wenn es vergleichbar ist, ist es kein Bugatti.“ Dies gilt nicht nur für Design und Technik sondern anscheinend auch für die wirtschaftliche Entwicklung in einer globalen Pandemie. 

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