E-Mobilität

Maserati Levante Hybrid: Eine Batterie für den Bestseller.

Von Wolf Meinertshagen

Wie zahlreiche andere Sportwagenschmieden, erweiterte auch die Modenaer Stellantis-Tochter Maserati ihr Portfolio in den vergangenen Jahren um SUVs. Seit 2016 verkauft die Marke mit dem Dreizack den Levante. Dieser wurde schnell zum Bestseller. Inzwischen sind mehr als die Hälfte der weltweit verkauften Maserati-Modelle Levante. Neben dem Trend zum SUV macht aber auch der Trend zur Elektrifizierung vor Maserati nicht halt. Zeitgeist und Druck der Europäischen Union zwingen die Italiener, ihre Emissionen zu senken. Deshalb präsentierte Maserati nun seinen ersten Hybrid-SUV.

Der Maserati Levante Hybrid ist ein Mildhybrid. Ein Laden des 48-Volt Systems bleibt den Maseratikunden hingegen erspart. Stattdessen bezieht der Elektromotor seine Energie aus Rekuperation beim Bremsvorgang. Diese Energie wird dann unterstützend abgegeben und senkt den Verbrauch des Levante Hybrid. Ein rein elektrisches Fahren ist nicht möglich. Zusätzlich zum unterstützenden Elektroaggregat wurde der Verbrenner verkleinert. Neben den zuvor erhältlichen V8- und V6-Benzinern oder dem V6-Diesel ist nun ein Zweiliter-Vierzylinder-Motor verbaut. Dies dürfte den Verbrauch des Levante senken. Konkrete Verbrauchszahlen präsentiert Maserati hingegen noch nicht. Bei den Emissionen verspricht der Hersteller bereits 18 Prozent weniger CO2 im Vergleich zum V6-Benziner und immerhin drei Prozent weniger als beim Diesel. Zeitgleich sinkt das Gewicht beim Benziner um 20 Kilogramm und um 115 Kilogramm beim Selbstzünder. Das immer noch zwei Tonnen wiegende SUV erreicht trotz Mildhybridmotor, Emissionswerte von 231-252 Gramm CO2 pro Kilometer. Mehr als das Doppelte, als von der Europäischen Union vorgesehen.

Maximal leistet der Maserati Levante Hybrid 330 PS. Die 450 Newtonmeter Drehmoment bringt er über seinen Allradantrieb auf die Straße. Bis zu 240 Kilometer pro Stunde sind möglich. Auf Tempo 100 schafft es der Hybrid wie der V6-Benziner in sechs Sekunden, gegenüber dem Diesel holt er eine Sekunde auf.

Als Hybridmodell greift der Levante die Designsprache des Modell Ghibli Hybrid auf. Blau steht bei Maserati für die Elektromotoren. Dies findet sich als Akzent im Dreizack auf der C-Säule, auf den Bremsklötzen sowie den drei charakteristischen Luftauslässen an den Flanken des Levante. Im Inneren greifen Ziernähte die Farbe auf. Zum Verkaufsstart präsentiert sich der Maserati Levante Hybrid ebenso in einer blauen Lackierung namens Azzuro Astro. 

„Schneller, grüner, einzigartig“, nennt Maserati seinen Levante Hybrid. Schneller als der Diesel, sparsamer als Benzin und Diesel und einzigartig in seinen Charakteristika soll er sein. Wie viel davon auf den Mildhybrid zurückgeht und wie viel auf den kleineren Motor und das geringere Gewicht, darf sicherlich diskutiert werden.

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