Fahrbericht

Seat Leon Sportstourer FR: die emotionale VARIANT-e

Die Kombiversion des Seat Bestsellers Leon heißt Sportstourer. Warum ein großer Kofferraum besonders sportlich sein soll, erschließt sich auf dem deutschen Markt im ersten Moment nicht. Doch in der englischen Sprache sind Schützen, Jäger sowie Angler auch Sportler. Und Platz für deren Sportgerät hat der Seat Leon Sportstourer zu Genüge. 

Der Seat Leon Sportstourer. Foto: Seat.

Die wichtigste Frage bei einem Kombi ist immer die nach dem Lade-Volumen. Der Leon Sportstourer hat großzügige 620 Liter hinter der Rückbank. Umgelegt werden 1600 Liter daraus. Mehr als genug also für Gewehre, Angeln und alles Weitere, was der geneigte Sportler an Material bedarf. Für Wintersport dürfte es bei der Ladetiefe dennoch nicht ganz reichen. Allerdings profitiert der Kofferraum von einer niedrigen Ladekante und ist definitiv alltagstauglich. Familieneinkauf und Kurzurlaub sind ohne Probleme möglich. 

Der Seat Leon Sportstourer muss sich naturgemäß mit seinem Konzernbrüdern Volkswagen Golf Variant und Skoda Octavia Combi messen, die alle auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) von Volkswagen stehen. Bei Ladevolumen und Motorisierung bestehen eher geringe Unterschiede, sodass diese Entscheidung kaum aufgrund von Kennzahlen fallen kann. Entsprechend der Positionierung der Marke Seat sticht hingegen der Leon ST heraus. Emotionalität prägt auch dessen Aussehen. Überholprestige und ein stark dynamisch geprägtes Design sind beim Leon am höchsten. Auch dank charakteristischer schleifenförmiger Blinker. 

Ausreichend Ladetiefe hat der Seat Leon Sportstourer. Foto: Seat.

Doch lohnt es sich überhaupt bei einem Kombi der Kompaktklasse von Überholprestige zu sprechen? Zumindest in der Version Formula Racing (FR) ist dies keine Frage. Der 1,5-Liter-TSI-Mildhybrid leistet 150 PS, die punktgenau abgerufen werden können. Von Null auf Tempo 100 geht es in 8,7 Sekunden. Schluss ist bei 220 Kilometern pro Stunde. Erst ab etwa Tempo 170 lässt der Zug des Spaniers ein wenig nach. Soll der Leon ST allerdings wieder langsamer werden wird der Mildhybrid erkennbar. Zwar ruckelt nichts und die Zuschaltung des Elektromotors funktioniert auch reibungslos. Die Rekuperation sorgt hingegen für eine recht weiche Bremse. Wird der Fuß vom Gas genommen, setzt der Elektromotor ein und lässt das Auto segeln. Wer also sparsam fahren will, muss sich etwas umstellen und dessen gewahr werden, dass in diesem Falle Bremsen Energie spart. 

Interieur des Seat Leon Sportstourer. Foto: Seat.

Wer sich auf den Leon ST eingestellt hat, dem fallen sowohl Autobahnfahrt, als auch Pendlerstau oder der innerstädtische Kampf zwischen Lieferwagen und Parkplatzsucher nicht schwer. Diverse Assistenzsysteme sichern zahlreiche Szenarien ab. Betreutes Fahren auf der Autobahn dank Lane-Assist und Abstandswarner ist kein Problem. Wie auch Strecken durch enge Innenstädte, wo Totwinkelwarner und Notbremsassistent vor Kollisionen mit Radfahrern schützen. Elektronische Hilfe beim Ein- und Ausparken kommt noch hinzu.

Der Seat Leon Sportstourer ist ein typischer Vertreter der Kompakt-Kombis. Für die Familie geeignet und ausreichend für die sportliche Fahrt motorisiert. Assistenzsysteme auf der Höhe der Zeit und ein moderner Mildhybrid runden das Technikpaket ab. Der Seat Leon Sportstourer FR ist ab 31.000 Euro bestellbar.

%d Bloggern gefällt das: