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Audi Q4 e-tron: Elektrische Zwillinge mit vier Ringen

Der neue Audi Q4 e-tron steht auf der MEB-Plattform und zeigt individuelles Gesicht

Björn-Lars Blank

Die Elektro-Offensive im Volkswagen Konzern wird beständig weiter ausgerollt. Im Volumensegment schickt Audi nun zwei neue Zwillinge an den Start: Das SUV Q4 e-tron und sein CUV-förmiger Bruder Q4 e-tron Sportback. „Der Q4 e-tron ist der Einstieg in die elektrische Welt von Audi“, ordnet Audi-Vorstandsvorsitzender Markus Duesmann den Neuling als massentaugliches Modell ein. Bisher bediente die Marke mit den vier Ringen das obere Preissegment, wenn es um E-Autos geht. Der elektrifizierte Q4 startet hingegen zu Preisen ab 41.900 Euro, abzüglich einer maximalen Förderung von gegenwärtig 9.000 Euro netto. Der Sportback kostet rund 2.000 Euro mehr. 

Gebaut werden die beiden Audi-Sprösslinge in Zwickau, auf Basis des modularen E-Baukastens des Volkswagen Konzerns. Wolfsburger Technik für die Ingolstädter, umgesetzt von Sachsen. „Audi profitiert als einziger im Premiumsegment von solchen Synergieeffekten“, freut sich Duesmann über die Möglichkeiten von der Konzernplattform MEB. Die SUV und Sportback-Variante des Q4 e-tron sind entweder mit Heckantrieb oder mit dem Quattro-Allradantrieb ausgestattet. Das Einsteigermodell mit dem Namenszusatz 35 verfügt über eine Batterie mit einer Kapazität von 55 Kilowattstunden. Dieser heckgetriebene Q4 hat 170 PS und ist beim Tempo von 160 Stundenkilometern zugunsten der Reichweite abgeriegelt. Diese liegt laut WLTP bei 341 Kilometern. Reichweitenstärker ist das Modell in der Ausführung Q4 40 e-tron. Bis zu 520 Kilometer sind mit dem 204 PS-starken SUV möglich. Das Batterievolumen liegt hier bei 82 Kilowattstunden brutto. Der Quattro-Antrieb ist dem Topmodell Q4 50 vorbehalten. Durch die 115 Kilogramm Extra-Gewicht wegen des zweiten Motors ist die Reichweite mit 488 Kilometern geringer als beim Hecktriebler. Dafür punktet der Quattro durch Fahrperformance: Er leistet 299 PS und ist erst bei 180 Stundenkilometern abgeriegelt. Beim windschnittigeren Sportback ist jeweils etwas mehr Reichweite drin. Sein Luftwiderstandsbeiwert (cw-Wert) liegt bei 0,26, was vergleichbar mit dem Golf-Bruder Audi A3 ist. 

Beim Buhlen um die Gunst der Kunden wirft Audi beim Q4 e-tron zwei besondere Eigenschaften in die Waagschale. Zum einen soll das kompakte SUV mit seinem optionalen Head-Up Display punkten, welches über „Augmented Reality“-Anzeigen verfügt. Besonders bei der Navigation erweisen sich die in das Sichtfeld des Fahrers projizierten Hinweise als nützlich. Serienmäßig fahren Sportback und SUV mit LED-Scheinwerfern vor. Bei den optionalen Matrix-LED-Scheinwerfern bringt Audi eine Neuheit: Das Tagfahrlicht können sich angehende Q4-Fahrer individualisieren. Es stehen vier verschiedene Lichtsignaturen zur Auswahl, zwischen denen die Fahrer nach Lust und Laune wechseln können. Die Steuerung erfolgt einfach über das Bedienfeld des MMI Infotainment-Systems. Die neue Lichtsignatur ist jeweils nach Neustart aktiv. Wie gut das ankommt, zeigt sich ab dem kommenden Juni. Dann starten Q4 e-tron und Q4 e-tron Sportback in den Markt. 

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