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Skoda: Das Jahr 2020 war herausfordernd aber erfolgreich.

Im tschechischen Mlada Boleslav liegt der Hauptsitz der Volkswagentochter Skoda. Der heftige Verlauf der Corona-Pandemie in unserem östlichen Nachbarland war für den größten Autobauer des Landes eine enorme Herausforderung. Skoda-Chef Thomas Schäfer präsentierte die Zahlen des vergangenen Jahres bei der Jahrespressekonferenz 2021.

Thomas Schäfer betonte, dass die Pandemie ein Belastungstest für die gesamte Automobilindustrie war. Doch dessen, dass es wieder bergauf geht, ist er sich sicher: „Ich bin sehr optimistisch, denn ich weiß, was unser Team bei Skoda erreichen kann“. Insgesamt verkaufte die Marke 19,1 Prozent weniger Autos als 2019. Mit 1.004.800 Stück lagen die Zahlen nur knapp über der magischen Millionenmarke, die zum siebten Mal in Folge gebrochen wurde. Der erzielte Umsatz von 17 Milliarden Euro schrumpfte von 19.806 Milliarden um 13,8 Prozent. Der Gewinn betrug 756 Millionen. Im Vorjahr lag der Rekordgewinn mit 1,66 Milliarden 55 Prozent über dem aktuellen Wert. Die Umsatzeinbußen wurden durch das margenstarke SUV-Geschäft abgemildert. Insgesamt ist ein Drittel der verkauften Skoda-Modelle aus diesem Segment. Europaweit konnte trotz der Rückgänge der Marktanteil verbessert werden. In Deutschland bleibt Skoda die stärkste Importmarke.

Foto: Skoda.

Die Umsatz- und Gewinneinbußen der Tschechen im Volkswagen Konzern lagen laut Finanzvorstand Klaus Dieter Schürmann besonders im zweiten Quartal des Jahres. Die langen Werksschließungen und Absatzrückgänge bestimmten das Geschäft.

Die zukünftigen Planungen im Hause Skoda stellte erneut CEO Thomas Schäfer vor. Dabei unterstrich er: „Die Pandemie ist ein Booster für die digitale Transformation“. Um die Marke zukunftssicher zu machen, sollen 2,5 Milliarden Euro bis 2025 investiert werden. Die Entwicklung wird dabei unter dem Titel „Expand – Explore – Engage“ stattfinden. „Expand“ bedeutet die Erweiterung des Portfolios besonders auf Einstiegsmodelle. „Explore“ bezieht sich auf das Ergründen neuer Märkte, wie Russland, Ägypten und Indien, in denen Skoda starkes Wachstum erwartet. Zudem bedeutet „Engage“ einen Fokus auf Nachhaltigkeit und Diversität. „Diverse Teams erreichen bessere Resultate“ kommentierte CEO Schäfer. Er schloss den Ausblick mit der Aussage: „Skoda will der Sieger des Transformationsprozesses werden“. Hierzu betonte die Firma noch einmal die aktuellen Trends der Automobilwelt, für die Corona wie ein Katalysator gewirkt hat: Bis 2030 sollen 50 Prozent aller in Europa verkauften Skoda Fahrzeuge elektrisch angetrieben werden. Bisher stehen die Elektroautos noch am Anfang bei Skoda. Vom Citigo EV verkauften die Tschechen lediglich überschaubare 14.000 Stück. Für den Elektro SUV Enyaq iV liegen hingegen bereits 20.000 Bestellungen vor. Das Modell Enyaq iV Coupe soll im Laufe des Jahres folgen. Zur Unterstützung der Elektro-Offensive hofft Skoda zudem, dass eine der vom Volkswagen Konzern angekündigten Giga-Batteriefabriken in Tschechien gebaut wird.

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