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Audi: Mit Genderstern in die vollelektrische Zukunft.

Auf der digitalen Audi Jahrespressekonferenz 2021 stellten die Ingolstädter ihre Bilanz des vergangenen Corona-Jahres vor. Es folgte ein ambitionierter Ausblick, der den Freunden der Verbrenner nicht gefallen dürfte.

Wie bereits vor wenigen Tagen bei der Schwestermarke Volkswagen präsentierte sich das Jahr 2020 als Katalysator. Der Wandel zur Mobilität der Zukunft wurde durch die pandemiebedingten Prozesse noch beschleunigt. Der schrumpfende Markt schlug sich auch im Premium-Segment nieder und Audi setzte nur 1,69 Millionen statt 1,85 Millionen Autos ab. Der Umsatz sank um zehn Prozent auf 50 Milliarden Euro. Dennoch konnte die Marke eine positive Bilanz präsentieren und machte im Jahr 2020 2,7 Milliarden Euro Gewinn. Der positive Abschluss liegt besonders am starken Quartal vier, das mit 500.000 verkauften Einheiten sogar das stärkste der Markengeschichte war.

From left: Sabine Maassen (Member of the Board of Management for Human Resources and Organization), Peter Kössler (Member of the Board of Management for Production and Logistics), Hildegard Wortmann (Member of the Board of Management for Sales and Marketing), Oliver Hoffmann (Member of the Board of Management for Technical Development), Arno Antlitz (Member of the Board of Management for Finance and Legal Affairs), Dirk Grosse-Loheide (Member of the Board of Management for Procurement and IT) and Markus Duesmann (Chairman of the Board of Management and Board of Management Member for Product Lines) with the Audi RS e-tron GT. Foto: Audi.

Die Jahrespressekonferenz stand aber nicht nur im Zeichen der Zahlen, sondern besonders der Zukunftsvision von Audi. „Wir sehen das Auto als mobile device“ sagte CEO Markus Duesmann. Statt reiner Autobauer solle die Marke „Anbieter vernetzter, nachhaltiger Premiummobilität“ sein. Mehrfach betonte Duesmann: „der Fokus liegt auf BEV“! Also reinen Stromern. Bis 2025 sollen 20 vollelektrische Autos im Portfolio sein. PHEVs werden als reine Brückentechnologie weiter ausgebaut. Für die radikalen Modernisierungsschritte investiert Audi 35 Milliarden Euro in den nächsten fünf Jahren. Die Hälfte davon soll in Zukunftstechnologien fließen. 15 Milliarden Euro alleine für Elektrisierung und Hybridisierung. Die Verbrennermotoren, besonders der RS-Modelle werden zwar noch modernisiert. Einen neuen Verbrennungsmotor will Audi hingegen nicht mehr entwickeln. Der Fünf-Zylinder-Motor, der bisher der Unique-Selling-Point von Audi ist, fällt auch darunter.

„Europa ist Vorreiter in der Elektromobilität und wir wollen dabei eine Rolle spielen“ sagte CEO Duesmann zu den ambitionierten Zielen. Wichtiger Meilenstein ist dabei der aktuelle Audi e-tron GT als Spitzenmodell. Für die Entwicklung im chinesischen Markt spielt dieser eine ebenso wichtige Rolle. Laut Werner Eichhorn, China-Chef von Audi, „repräsentiert der e-tron GT den Geist mit dem Audi in China erfolgreich sein will.“

„Audi wird elektrisch, digital und nachhaltig“. Mit diesen Worten schloss CFO Arno Antlitz seine Ausführungen zur Jahresbilanz, die der scheidende Finanzvorstand letztmalig vorstellte. Ein ambitionierter Ausblick für die bayerische Tochter des Volkswagen Konzerns.

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