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Marke Volkswagen: „In einem herausfordernden Jahr Stärke bewiesen.“

Die Corona-Pandemie hat die Automobilwelt gehörig durcheinander gewirbelt. Auch an dem lange Zeit größten Autobauer der Welt und seiner Kernmarke Volkswagen ging sie nicht spurlos vorbei. Markenchef Brandstätter präsentierte auf der Jahrespressekonferenz 2021 ein erstes Resümee und einen Ausblick.

„Die Marke Volkswagen ist in Bewegung und wird sich so stark verändern wie nie zuvor“, sagte Ralf Brandstätter, als er sich den Fragen der Presse stellte. Die harten Zeiten der Pandemie wirkten wie ein Katalysator im Wandel des Unternehmens.

Volkswagen Markenchef Ralf Brandstätter auf der Jahrespressekonferenz. Foto: Volkswagen.

Statt 6,3 Millionen Fahrzeugen wie im Jahr 2019, konnten die Wolfsburger im Krisenjahr 2020 nur 5,3 Millionen absetzen. Der Umsatz sank von 88,4 Milliarden Euro auf 71,1 Milliarden. Dank Anpassung der Netto-Vorräte konnte die Marke noch einen Gewinn von etwas weniger als 0,5 Milliarden einfahren. Mit der Entwicklung bildete die Marke den Gesamtmarkt ab. In diesem blieb der eigene Marktanteil stabil und stieg um etwa 0,1 Prozent an. Die zukünftige Geschäftsentwicklung soll mit gesenkten Fixkosten im Bereich des Personals und der Materialien einhergehen. Dies soll sozialverträglich über Altersteilzeit geschehen. Die Zielmarge liegt bei sechs Prozent. Grundsätzlich sollen alle Märkte den Break-Even-Point erreichen und profitabel werden. CFO Alexander Seitz schloss seine Ausführungen mit dem Hinweis: „Wir haben viel vor und treiben die Transformation der Marke auch in finanzieller Hinsicht voran.“

Die Zukunft der Marke wird von der Anfang März 2021 vorgestellten Strategie „Accelerate“ bestimmt. Diese legt den Fokus auf die Transformation zu einem Anbieter softwarebasierter Mobilitätslösungen. Laut CEO Brandstätter wird die Digitalisierung der wahre Gamechanger sein. Bis 2025 sollen 16 Milliarden Euro in Elektrisierung und Digitalisierung investiert werden. Kern der Modernisierung der Produktpalette zur Elektromobilität ist die ID-Familie. Deren zweiter Spross, der ID.4 wird ab dem 26. März ausgeliefert. Im Laufe diesen Jahres folgen noch die Allradversion ID.4 GTX und die Limousine ID.5. Hinzu kommt noch der ID.6 CROZZ für den chinesischen Markt. Diese Autos stehen alle auf dem Modularen Elektrobaukasten (MEB) von Volkswagen. Insgesamt 300.000 MEB-Modelle sollen in diesem Jahr ausgeliefert werden, zusätzlich zu 150.000 Hybriden. Schon heute basieren 80 Prozent des Konzern-Portfolios auf Technologie der Wolfsburger. Brandstätter sagt: „Die Marke Volkswagen ist der Baukastenchampion des Konzerns.“ Den Wandel kommentierte er mit: „Die Elektromobilität ist Normalität geworden“.

Bis 2040 will Volkswagen, dass in Europa 70 Prozent seines Absatzes Stromer sind. In den wichtigen Märkten China und den USA sollen es 50 Prozent sein. 

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