Kurzmeldung

Ein kurzes Vergnügen – Ferrari verunglückt auf der Jungfernfahrt

Jeder kennt sicher noch den Grundsatz, dass ein neues Auto vorsichtig eingefahren werden sollte – so verlockend es auch sein mag, das neue Juwel möglichst sportlich zu Bewegen. Doch Kolben und Zylinder wollen sich aufeinander einstellen, die Reifen sind frisch und das Fahrwerk noch ein wenig steif. Hinzu kommt, dass sich Fahrer und Gefährt auch erst aneinander gewöhnen müssen. Man stelle sich vor, man müsste direkt nach dem Aufwachen in neuen Schuhen einen Marathon laufen. Sicherlich keine gute Idee. Einem 43-jährigen Baden-Württemberger war dieser Hinweis wohl entfallen, denn er fuhr seinen nagelneuen Ferrari zu Schrott. Am 13.03. holte der stolze Besitzer den Boliden aus Modena in Berlin ab. Sechs Stunden später war der Sportwagen ein Totalschaden und der Beifahrer lag schwerverletzt im Krankenhaus. Auf der A5 bei Gemünden kam der 360.000 Euro teure Ferrari von der regennassen Fahrbahn ab. Laut Polizei Osthessen aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit. Zudem waren Sommerreifen aufgezogen. Der Neuwagen krachte in die Betonleitwand, wurde in die Schutzplanke geschleudert und kam zum Stehen. Zuvor verlor er ein Hinterrad, das im Gegenverkehr einen Kleinbus traf.

Der Fahrer, der unverletzt blieb, hatte zwei Jahre auf seinen hoch individualisierten Traumwagen gewartet. Von der Sitznaht bis zur Lackierung war alles auf Kundenwunsch personalisiert. Insgesamt wird der Schaden auf 366.000 Euro beziffert. Ein kurzes Vergnügen, doch sicher eine Warnung, Neuwagen stets behutsam einzufahren.

Der Unfallwagen. Foto: Polizei Osthessen.
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