E-Mobilität

Hyundai Ioniq 5: Die Welt retten mit 305 PS

Mit hohen Ansprüchen präsentierte der koreanische Autohersteller Hyundai ihren neuen Ioniq 5. Der Stromer soll nicht weniger sein, als der Beitrag Hyundais zur Rettung der Welt. Das erste Modell der neuen Submarke Ioniq kommt im Frühsommer 2021.

Von Fynn Göttsche

Vizepräsident SangYup Lee macht schnell klar, wie wichtig der Ioniq 5 für Hyundai ist. Das CUV ist nicht nur der Kick-Off  der neuen Submarke Ioniq, sondern steht für alle großen Trends der Automobilwelt. Vollelektrisch, nachhaltig, autonom und komfortabel soll er sein. Das im Segment der immer beliebter werdenden Crossover-SUVs. 

„Der Ioniq 5 soll für die Insassen wie deren Wohnzimmer werden“ sagt Vizepräsident Thomas Scherema. „Quality Time“ soll hier möglich sein. Der komplett flache Boden sowie die verschiebbaren Sitze und Inseln sind das Credo des interaktiven und konfigurierbaren Innenraums. Der drei Meter lange Radstand lässt viel Platz innerhalb des Monocoque. Durch den kurzen Überhang wirkt der 4,635 Meter lange CUV trotzdem nicht unnötig lang. Doch die auffälligsten Designelemente sind die sogenannten „Parametric Pixels“ die auf die Bildpunkte des digitalen Grafikdesigns zurückgehen. Ganz wie am Computerbildschirm finden sich diese Quadrate sowohl in den Scheinwerfern als auch Rückleuchten. An Computern mangelt es aber ebensowenig im Ioniq 5, etwa für seine zahlreichen Assistenzsysteme, wie etwa den Autobahnassistenten der zweiten Generation. 

Den Ioniq 5 bietet Hyundai mit vier verschiedenen E-Antrieben und zwei verschiedenen Batterien an. Das Topmodell trumpft mit Allradantrieb und 305 PS auf. Das Drehmoment von 605 Newtonmeter (Nm) ermöglicht sogar das Ziehen eines bis zu 1600 Kilogramm schweren Anhängers. Die verkleinerte Allradversion kommt auf 235 PS. Die beiden verfügen über eine 72,6-Kilowattstunden- (kWh) oder eine 58-kWh-Batterie. Der Sprint auf Tempo 100 in 5,2 beziehungsweise 6,1 Sekunden erledigt. Alternativ gibt es den Ioniq 5 auch nur mit Heckantrieb mit 217 oder 170 PS, jeweils mit der großen oder der kleinen Batterie. Der Heckmotor liefert ein Drehmoment von 350 Nm. Mit großer Batterie und Heckantrieb liegt die Reichweite des Ioniq 5 laut vorläufiger WLTP-Messung bei 470 bis 480 Kilometern.

Den Strom lädt der Ioniq 5, der auf der E-GMP-Platform basiert, sowohl über 400- oder 800-Volt-Ladepunkte auf. An einer 350-kW-Schnellladesäule braucht er für 80 Prozent seiner Kapazität nur 18 Minuten. 100 Kilometer Reichweite lassen sich so in fünf Minuten elektrisch nachtanken. Der Akku lädt andersherum via Vehicle-to-Load (V2L) auch Elektrogeräte wie E-Bikes, E-Scooter oder Haushaltsgeräte, wie etwa für einen Campingausflug. Zahlreiche elektronische Helfer im Ioniq 5 sind Einpark-, Spurwechsel-, Notbrems-, Totwinkel-, Fernlicht- und Aufmerksamskeitsassistenten. Ebenso wie Verkehrszeichen-Erkennung und Abstandhalter. Ein Augmented-Reality-System liefert dem Fahrer über das Head-up-Display relevante Informationen direkt in dessen Sichtfeld.

Die Konstrukteure des Ioniq 5 betonte den Nachhaltigkeitsgedanken in vielen kleinen Details. Etwa in Materialien wie Bio-Zuckerrohr, recycelten Fasern aus PET-Flaschen oder Bio-Lacke. Auf dem Dach des Stromers findet sich eine Solarzelle, welche die Stromversorgung des Ioniq 5 unterstützen soll.

Zum Start der Marke ist der Ioniq 5 im limitierten Project 45 Paket nun vorbestellbar. Die 3000 Einheiten haben Topausstattung und erhalten zwei Jahre ohne Grundgebühr Zugang zum Ladenetzwerk Ionity. Sie sind ab 59.550 Euro zu haben. Abzüglich der Hersteller- und Innovationsprämie kommt der Kunde auf 49.980 Euro. Preise der Serienmodelle beginnen bei 41.900 Euro. Mit der Auslieferung ist im Frühsommer 2021 zu rechnen. Weitere Modelle wie die Sportlimousine Ioniq 6 und das große SUV Ioniq 7 sollen bis 2024 das Portfolio von Hyundais elektrischer Submarke ergänzen.

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