Aktuelles E-Mobilität

Cupra: Serie, Yacht und fünf Zylinder zum dritten Geburtstag.

Anlässlich des dritten Geburtstags der Seat Performance-Tochter Cupra wurde ein ganzes Potpourri von Ankündigungen präsentiert. Neue Modelle und Motoren, neue Kooperationen und sogar eine Serie stellten die Spanier vor.

Von Fynn Göttsche

Cupra-Vorstand Wayne Griffiths begrüßte die Zuschauer in der virtuellen Cupra-Garage am Kap Formentor und betonte, die Marke sei hier um zu bleiben. Mit einem Plus von elf Prozent im Krisenjahr 2020 präsentierte Griffiths eine optimistische Aussicht für 2021. Insgesamt wurden 27.400 Cupra-Modelle verkauft. Der stärkste Markt war dabei Deutschland. Die Zahlen verteilen sich auf 13.400 Leon, 10.400 Ateca und 3600 Formentor. Wobei die letztgenannten in nur zwei Monaten verkauft wurden. Für das aktuelle Jahr erhofft Griffiths sich eine Verdopplung der Verkaufszahlen und visiert einen Umsatz von einer Milliarde Euro an. Die Marke, die besonderen Wert auf Style und Performance legt, geht einen modernen Weg. Die Betonung liegt auf dem Digitalen. Onlineangebote und flexible Distributionsmöglichkeiten, wie die Cupra Garages sollen neue, junge Kundengenerationen ansprechen. Diese innenstadtnahen Points-of-Sale erprobte Cupra bereits in Mexiko-Stadt und Hamburg. Nun kündigte Griffiths eine Eröffnung in München an. 

Seat Entwicklungschef Werner Tietz stellte den heiß erwarteten Cupra Formentor VZ5 vor. VZ steht für das spanische Wort veloz – schnell – und die 5 betont die fünf Zylinder des bisher stärksten Cupra. 390 PS bringt die Sonderversion des Flaggschiffs Formentor auf die Straße. Der Standardsprint auf Tempo 100 schafft er in 4,2 Sekunden und das Drehmoment erreicht 480 Newtonmeter. Den Motor nennt Tietz gar sein Lieblingsaggregat. Dieser stammt ursprünglich von Audi. Weitere Änderungen gegenüber den bisher erhältlichen Modellen sind unter anderem Akebono Bremsen, Schalensitze und die 20-Zoll-Felgen des VZ5. Auffällig sind die diagonal übereinander liegenden Auspuffblenden. Insgesamt ist das „Kronjuwel“ auf 7000 Stück limitiert. 

Dem Verbrenner gegenüber steht der neue Cupra Born, der zuvor als El-Born angekündigt wurde. Der Prototyp des reinen Stromers soll der Beginn einer neuen Ära bei Cupra sein. Mit einer Reichweite von mehr als 500 Kilometern und besonderen Abonnementprogrammen soll dieses Modell der Marke neue Märkte öffnen. Besonders junge und umweltbewusste Kunden sollen angesprochen werden. Nationaltorhüter und Markenbotschafter Marc-Andre ter Stegen betonte die Zukunft sei elektrisch. 

Zur Elektromobilität gehört auch der Rennsport. Mit der Teilnahme des Cupra-Abt-Sporstline-Teams bei der Extreme-E Rennserie, die an Ostern 2021 erstmals startet, bekräftigte Fahrer Matthias Ekström das Bekenntnis der Marke zur neuen Mobilität. Bei der Extreme-E treten Teams, die aus Fahrer und Fahrerin bestehen, in vollelektrischen SUVs an. Stattfinden werden die Rennevents in den Gegenden der Welt, die vom Klimawandel besonders bedroht sind, um auf dessen Auswirkungen aufmerksam zu machen.

Die Cupra-Rennfahrer Matthias Ekström, Jordi Gene und Mikel Azcona. Rechts Dr. Werner Tietz. Foto: Cupra.

COO Antonino Labate sprach über die Kooperationen von Cupra mit anderen Firmen. Bisher gibt es eine Zusammenarbeit mit den Marken Mikakus und Marset, die gemeinsam Sneaker und Lampen entwarfen. Nun kommen zwei weitere Firmen hinzu. Gemeinsam mit dem Hersteller Wilson, kommt ein Padel-Schläger auf den Markt. Padel-Tennis ist eine der am stärksten wachsenden Sportarten Europas. Der Markenbotschafter Fernando Belasteguin wird in der kommenden Saison mit eben diesem Schläger spielen. Der zweite Kooperationspartner ist der Luxus-Bootsbauer De Antonio. Gemeinsam entwickelten sie eine Yacht mit Hybridantrieb, die Gründer Marc de Antonio vorstellte. 

Eine für eine Automobilmarke ziemlich ungewöhnliche Kooperation stellte die Marke zum Ende der Präsentation vor. So ist Cupra an der Produktion einer Fernsehserie beteiligt. Die Science-Fiction-Serie mit dem Namen RPM spielt in der Zukunft im Jahr 2101, in der Emotionen verboten sind. Der Name RPM (Revolutions per Minute) steht dabei nicht nur für die Umdrehungen der Motoren, sondern auch auf wörtliche Revolutionen, die in der Serie vorkommen werden. Eine wichtige Rolle in diesen Revolutionen und dem Erwecken der Menschheit spielen Autos – natürlich von Cupra. Mit dabei sind unter anderem Game-of-Thrones-Produzent Vince Gerardis und Schauspielerin Natalia Reyes. Fakt statt Fiktion: In der Gegenwart spielt weiterhin der Formentor die Hauptrolle, besonders als VZ5.

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