E-Mobilität

Ein leiser Schatten zieht herauf. Wird der Silent Shadow der erste Stromer von Rolls-Royce?

BMWs britische Luxustochter Rolls-Royce plant die erste eigene Elektro-Limousine. Laut Berichten des Magazins Autocar soll die Neuheit den Namen Silent Shadow tragen. Die Technik stammt aus dem kommenden BMW i7.

Von Fynn Göttsche

Silent Shadow – stiller Schatten. Ein passender Name für ein leises Elektrofahrzeug. Doch bisher ist dieser Titel nur Spekulation. Zumindest sicherte sich BMW voriges Jahr die Namensrechte und der Bezug auf den klassischen Rolls-Royce Silver Shadow, der von 1965 bis 1980 gebaut wurde, ist deutlich. Statt eines bisher vermuteten Elektro-Phantoms wird es also vermutlich ein Elektro-Schatten. Allerdings soll die Phantom-Plattform soll die Grundlage bilden. Die Batterie und der Antriebsstrang des Stromers sollen hingegen vom kürzlich angekündigten BMW iX stammen, der in der zweiten Jahreshälfte 2021 erscheinen soll. Der potentielle „Silent Shadow“ wird parallel zum BMW i7 entwickelt, den die Münchner 2022 präsentieren wollen.

Folglich überspringt Rolls-Royce den Bau von Plug-In-Hybriden und geht direkt auf die reinen Elektroantriebe zu. Aufgrund immer enger werdenden Emissions-Regularien stieg der Druck auf die Traditionsmarke bereits merklich an.

Optisch vermuten die Briten von Autocar eine Anleihe beim Konzept 103EX. Die 2016 vorgestellte Studie eines autonomen Elektrofahrzeugs tourte fast vier Jahre durch die Welt. Viel Aufwand, als dass dies nun verworfen würde. 

Technisch spekuliert die Redaktion von Autocar auf 500 Kilometer Reichweite und die Wahl zwischen Zwei- und Vierradantrieb. Die drei Tonnen Gewicht dürfte der „Silent Shadow“ auch knacken. Gebaut werden soll er im Stammwerk in Goodwood. Einen Prototypen, der für den Test des Antriebs genutzt wird, gibt es angeblich schon.

%d Bloggern gefällt das: