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Mit dem Master auf dem digitalen Vertriebsweg

Cupra eröffnet ersten Pop-Up-Store in München und eine virtuelle „e-Garage“.

von Fynn Göttsche

Die Seat Performance-Tochter Cupra sieht sich als besonders progressive Marke. Entsprechend modern werden auch die Vertriebs- und Marketing-Wege aufgebaut. Das geht weit über die notwendigen Besonderheiten während der Covid-19-Pandemie hinaus: Cupras Verbindung zum Kunden ist der „Cupra Master“. Vom Erstkontakt bis zur Betreuung von Bestandskunden, steht dieser speziell ausgebildete Händler im Fokus. Der Kunde soll immer wissen, an wen er sich zu wenden hat. Ein Mitarbeiter, der ihn und seine Wünsche kennt. Deshalb schult die spanische Marke ihre Cupra Master intensiv und baut das Marketingkonzept um sie herum auf.

Khaled Soussi, Leiter für Händlernetzentwicklung und Customer Journey bei Cupra bezeichnet den Cupra Master als „Game Changer, der das nötige Plus anbietet“. Dieser ist dabei nicht einfach nur ein gut ausgebildeter Verkäufer im Autohaus. Beim Cupra Master laufen die modernen Marketingkonzepte zusammen. Besonders die sogenannten Digital Natives – also Personen, die mit dem Internet aufwuchsen – stehen hier als Kunden im Fokus. Die wichtigsten Stichworte sind Social-Media, Engagement-Plattformen und Gamification. Ein großer Baustein ist hierzu die virtuelle Cupra e-Garage. Eine Online-Welt, in der die Kunden mit den Cupra Masters, den Testimonials wie Marc-André ter Stegen und Matthias Ekström sowie anderen Nutzern zusammenkommen können und die Marke erleben sollen. 

Die virtuelle Cupra e-Garage. Eine digitale Welt für Kunden, Cupra Master und die Testimonials. Foto: Cupra.

Hinzu kommt das Konzept der realen Cupra Garages, die sich bewusst von herkömmlichen Autohäusern unterscheiden sollen. Diese eher kleinen, aber dafür innerstädtischen Geschäfte sollen dahin gehen, wo der Kunde ist. Durch besondere Designs will Cupra ein modernes Erlebnis aus dem Autokauf machen. Die erste Cupra Garage in Deutschland wurde im September in Hamburg-Lokstedt eröffnet und ermöglicht einen Ausblick auf das Konzept des Autokaufs als Erlebnis.

Der Pop-Up-Store in der Münchener Atelierstraße. Foto: Cupra.

Kürzlich eröffnete Cupra zusätzlich einen Pop-Up-Store in München. Die Location im hippen Werksviertel am Münchner Ostbahnhof wurde bewusst gewählt, um dem Image der Marke zu entsprechen. Durch die Pandemiebeschränkungen ist die Besichtigung für die Kunden nicht ganz einfach. Doch auch hier fand Cupra eine digitale Lösung. Der Cupra Master führt den Kunden via Smart-Glass durch die Autos im Pop-Up-Store. Der Interessent sieht dann das Blickfeld des Mitarbeiters und erhält Erläuterungen zum Auto. Der Cupra Master hört den Kunden lediglich. Terminbuchungen sind online sogar kurzfristig möglich. In etwa 20 bis 30 Minuten führt der Cupra Master die Kunden dann durch den kostenlosen Termin. Probefahrten sind dann bei den 340 „Cupra Spezialisten“, genannten Händlern möglich.

Der Cupra Master führt via Smartglass durch das Auto. Foto: Cupra.

Die Digitalisierung soll aber nicht Selbstzweck sein. Sie soll vor allem da vorgenommen werden, wo sie dem Kunden nutzt und den Cupra Master bei seinen Aufgaben unterstützen kann. Themen wie Konnektivität, Prozessoptimierung und Terminvergabe stehen dabei im Vordergrund. 

Seit dem Start der Marke Cupra vor zweieinhalb Jahren hat die Seat-Tochter 55.000 Autos ausgeliefert. Für Khaled Soussi hat die Marke noch großes Potential zu wachsen. Allerdings soll dieses Wachstum nicht zu Lasten des Charakters von Cupra geschehen. Dieser baut vornehmlich auf die Rolle als digitaler Vorreiter innerhalb des Volkswagen Konzerns wie auch dem Weg zu einer zunehmend elektrischen Performance-Marke auf.

Khaled Soussi, Leiter für Händlernetzentwicklung und Customer Journey bei Cupra. Foto: Cupra-

Drei kurze Fragen an Khaled Soussi:

Was ist der wichtigste Teil des Erfolgsrezeptes von Cupra:

Menschen machen Marke. Einer der größten Erfolge sind die Menschen, die dahinter stehen. Das fängt im Headquarter an, geht über die Märkte und die Kollegen, die dort arbeiten, bis zu den Cupra Masters, die das Gesicht gegenüber dem Kunden sind.

Was ist das Ziel der Cupra Garages:

Unser Ziel ist es, flexible, kleinere und innerstädtische Formate aufzubauen und da zu sein, wo der Kunde ist, um ihm ein anderes Erlebnis anzubieten.

Was ist anders an Cupra:

Wenn wir eine kundenorientierte Marke sein wollen, müssen wir kundenorientiert und auch nach den Bedürfnissen der Nutzer handeln.

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