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Zugpferd mit Understatement – der Skoda Octavia RS

von Fynn Göttsche

Der Octavia ist das Zugpferd des Autobauers Skoda. Nun krönen die Tschechen ihre aktuelle Modellreihe. Mit dem Octavia RS erfolgt der Abschluss der vierten Generation nach oben. Die jüngste Edition kommt mit einer enormen Breite an Antrieben daher. Egal ob Diesel, Benzin oder Erdgas, als Mild- oder Plug-In-Hybrid. Motorleistungen zwischen 110 und 245 PS stehen zur Wahl. So ist es nicht verwunderlich, dass auch das Spitzenmodell in mehreren Varianten daherkommt.

Foto: Skoda.

Der Skoda Octavia RS ist regelmäßig der stärkste Spross der Familie. RS steht für Rally Sport. Auch wenn der Octavia auf den ersten Blick so gar nicht nach Rally aussieht, versteckt sich doch eine beachtliche Leistung unter seiner Haube. Beim Octavia IV RS, hat der Kunde beim Motor die Wahl zwischen zwei-Liter-TDI und zwei-Liter-TSI sowie den Plug-In-Hybrid Octavia RS iV. Hinzu kommen die Karosserieversionen Limousine und Kombi. Der Diesel leistet 200, der Benziner 245 PS. Diese treiben den RS auch zuverlässig bis zur Abriegelung bei 250 Kilometern pro Stunde. Den Diesel gibt es auch mit Allradantrieb, dann schafft er allerdings nur noch Tempo 243. Den Standardsprint schaffen die RS-Modelle in 6,7 (TSI) bis 7,4 (TDI)  Sekunden.

Foto: Skoda.

Der Octavia basiert wie sein Schwestermodell Golf VIII auf dem Modularen Querbaukasten von Volkswagen. Der RS hat den gleichen Reihen-Vierzylinder-Motor wie der Golf GTI, doch gibt er sich weit dezenter. Wo der GTI Sportlichkeit und Fahrdynamik geradezu herausschreit, bleibt der Octavia cool und hält sich zurück. Die äußerlichen Unterschiede zum Basismodell sind recht gering. Schwarze Felgen in 18 oder 19 Zoll, ebenfalls schwarze Außenspiegel und Kühlergrill, sind die einzigen Erkennungszeichen. Hinzu kommen rote Bremssättel. Doch auf gängige Indikatoren wie eine tiefer gelegte Karosserie, stark modifizierte Schürzen und Spoiler oder etwa ein grimmiger Blick verzichtet der Octavia RS. Dies macht ihn besonders bei Fahrern beliebt, die zwar Fahrspaß und Dynamik schätzen, aber dennoch nicht auffallen wollen. Dieser Skoda wirkt nicht fehl am Platze, wenn die Kinder vom Sport abgeholt oder zur Schule gefahren werden. Er liefert aber gleichzeitig die Kraft und Beweglichkeit, um auf Autobahn und Landstraße oben mitzuspielen – dank Sportfahrwerk und verschiedener Fahrmodi. Der RS-Fahrer weiß, was er hat und muss es nicht zeigen. Dezenz ist manchmal doch keine Schwäche.

Foto: Skoda.

Nicht nur Motor und Optik des Octavia sind der Rede wert, auch im Inneren betont der RS seine Position als Familienoberhaupt. Das Interieur ist vornehmlich in schwarz gehalten, selbst am Dachhimmel. Elemente aus Alcantara, Echtleder und Zierleisten in Karbonoptik verleihen dem RS einen Hauch von Rennsport-Gefühl. Alcantara-Sportsitze mit Massagefunktion und Echtleder sind auf Wunsch bestellbar. Aber auch bei Sicherheits- und Assistenzsystemen ist das Octavia-Spitzenmodell auf dem Stand der Zeit. Ein neuer Mittelairbag schützt vor dem Zusammenstoß der Insassen bei einem Seitenaufprall. Doch dazu muss es gar nicht erst kommen. Notbrems- und Abbiegeassistenten finden sich an Bord, ebenso wie Ausweich- und Aussteigs-Unterstützung. Side-Assist und Front-Radar sorgen für zusätzliche Gefahrenvermeidung. Neben Optik und Sicherheit kommt auch der Komfort nicht zu kurz. Der vergrößerte Innenraum liefert Beinfreiheit in Front und Fond. Eine Kniefreiheit von 78 Zentimetern wird angekündigt. Die 600 Liter Kofferraumvolumen – 640 beim Kombi – schaffen Platz für das Gepäck des Familienurlaubs.  Statt analoger Tasten und Schaltwippen, gibt es im RS ein 10,25 Zoll großes Virtual Cockpit. Der Fahrer kann zudem dank des mitgelieferten Sprachassistenten „Laura“ die Hände am Lenkrad lassen. Übrigens: Laura ist der Name unter dem der Octavia in Indien vertrieben wird.

Beim Fahrkomfort macht sich auch das Doppelschaltgetriebe mit „Shift-by-wire“-Technologie bemerkbar. In der Mittelkonsole findet sich lediglich noch eine Schaltwippe, mit der zwischen R,N und D/S gewechselt wird. Für die Parkfunktion reicht ein Knopf. Die Befehle werden elektrisch und nicht mehr mechanisch an das Getriebe weitergegeben, das spart Platz. Die Arme des Fahrers werden durch die Progressivlenkung weiter geschont. Diese spricht nicht nur schneller an, von Anschlag zu Anschlag sind nur nur noch 2,13, statt 2,7 Umdrehungen nötig.

Der Skoda Octavia RS geht mit Preisen ab 37.956 Euro für die TSI-Limousine in den Verkauf. 

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