Aktuelles E-Mobilität

Die Auto-Neuheiten 2021 – Ein elektrifizierendes Jahr

Klassische Verbrenner verlieren an Boden. Die Modellneuheiten des kommenden Jahres tanken zum großen Teil am Stecker.

von Holger Holzer

Der Elektroantrieb wird 2021 zum Standard bei den Auto-Neuheiten. Kaum ein Debütant kommt mehr ohne auf den Markt, zahlreiche Modelle setzen sogar ausschließlich auf die batteriegestützte Mobilität. Eine Übersicht.  

Audi Q4 E-Tron /Sportback, Elektro-SUV, 2. Quartal 

Die süddeutsche Premium-Interpretation des VW ID.4. Mit ähnlicher Technik, aber edlerer Anmutung. Und auch Wunsch mit coupéhaftem Sportback-Heck.  

BMW iX, Elektro-SUV, 4. Quartal  

Nach dem i3 kommt wieder ein richtiges E-Auto aus München. Unter der futuristischen Karosserie steckt langjähriges Elektro-Knowhow, was sich unter anderem in einer üppigen Reichweite von rund 600 Kilometern niederschlägt.  

BMW bringt das E-SUV iX. Foto: BMW.

Citroen Ami, Elektro-Micromobil, 1. Quartal 

Winzig, emissionsfrei und bezahlbar – der nicht einmal zweieinhalb Meter lange Zweisitzer will den Stadtverkehr revolutionieren. Ein niedriger Preise von knapp 7.000 Euro dürfte auch junge Stadtbewohner ansprechen.  

Der Citroen Ami will den Stadtverkehr revolutionieren. Foto: Citroen.

Citroen C4, Kompakt-Crossover, 1. Quartal  

In der heiß umkämpften Kompaktklasse setzen die Franzosen auf optische Aha-Momente: Ihr Massenmodell kommt nicht mit typischem Steilheck, sondern als coupéhafter Crossover. Auf Wunsch auch elektrisch.  

Der Citroen C4 bricht mit den Design-Konventionen der Vorgänger. Foto: Citroen.

Citroen C5, Mittelklasseauto, 4. Quartal  

Nach kurzer Pause kehren die Franzosen Ende des Jahres in die deutsch dominierte Mittelklasse zurück. Auch dort wohl mit besonderen optischen Akzenten.  

Corvette, Sportwagen, 4. Quartal  

Aus dem Ami-Klassiker mit der langen Motorhaube wird ein typischer Mittelmotor-Keil. Nicht mehr so schön wie früher, aber wahrscheinlich deutlich flotter in der Kurve. 

Die Corvette hat einen Mittelmotor. Foto: Cadillac.

Dacia Spring, Elektro-SUV, 3. Quartal 

Als Renault K-ZE ist der City-Crossover in China bereits erfolgreich auf dem Markt. Im Herbst will er mit knapp fünfstelligen Kampfpreisen neue Kundengruppen für die E-Mobilität begeistern.  

Der Dacia Spring wird günstig. Foto: Dacia.

Dacia Sandero, Kleinwagen, 2. Quartal 

Der Rumäne mit Renault-Technik bleibt das billigste Auto Deutschlands (ab 8.500 Euro). In der neuen Generation sieht man das dem Kleinwagen allerdings noch weniger an als bisher. Vor allem in der Crossover-Variante Stepway.  

Der Dacia Sandero bleibt das billigste Auto Deutschlands. Foto: Dacia.

DS9, Business-Limousine, 2. Quartal 

Frankreichs Staatschef muss bislang bei offiziellen Anlässen im SUV-Modell DS7 vorfahren. Künftig kommt er dann wieder per Limousine. Die zitiert optisch wieder einmal die Legende Citroen DS.  

Der DS9 ist das neue Topmodell der Marke. Foto: DS Automobiles.

Ferrari SF90 Spider, Sportwagen-Cabrio, 2. Hälfte 

Das Top-Modell der Italiener ist künftig auch offen zu haben. Wer eine runde halbe Million übrig hat, kann sich die Haare von dem über 300 km/h schnellen 1.000-PS-Cabrio kräftig verwuscheln lassen.  

Ferrari nimmt dem SF90 das Dach ab. Foto: Ferrari.

Fiat 500e, Elektro-Kleinstwagen, 1. Quartal  

Retro-Stil tritt Zukunfts-Mobilität: Der italienische Stadtwagen ist bald auch elektrisch zu haben. Dank Schnelllader sind die Varianten mit dem größeren Akku (Reichweite: 320 Kilometer) auch für gelegentliche Landpartien zu gebrauchen.  

Fiat elektrifiziert den 500. Foto: Fiat.

Ford Mustang Mach-E /GT, Elektro-SUV, 1. Quartal 

Der US-Konzern setzt bei seinem ersten echten E-Autos auf die Faszination der Sportwagen-Legende. Optisch hat der Elektro-Crossover mit dieser wenig gemein, bei der hohen Motorleistung von bis zu 342 kW/465 PS sieht das anders aus.  

Ford steigt mit dem Mustang ins E-Geschäft ein. Foto: Ford.

Honda HR-V, Mini-SUV, 2. Quartal  

Wie beim Kleinwagen Jazz werden die Japaner auch bei ihrem Mini-Crossover auf serienmäßigen Hybridantrieb setzen. Raumangebot und Variabilität dürften zudem weiterhin zu den Stärken des Modells zählen.  

Hyundai Tucson, Kompakt-SUV, 1. Quartal  

Die Koreaner rücken VW mit jeder Modellgeneration näher auf den Pelz. Das Kompakt-SUV tritt innen wie außen extrem modern auf, und kommt diesmal auch als Hybrid auf den Markt.  

Der Hyundai Tucson tritt gegen den VW Tiguan an. Foto: Hyundai.

Hyundai Ioniq 5, Elektro-Kompaktauto, 2. Quartal 

Unter der Submarke Ioniq bringen die Koreaner im Sommer ihr erstes reines E-Modell auf den Markt. Nicht als SUV, sondern als klassische Steilhecklimousine.  

Jeep Gladiator, Pick-up, 1. Quartal 

Die noch kernigere Pick-up-Variante des Geländewagens Wrangler dürfte vor allem Fans amerikanischen Auto-Stils locken. Für die in Deutschland üblichen Pritschenwagen-Aufgaben ist der Allrader überqualifiziert.  

Der Jeep Gladiator basiert auf dem Wrangler. Foto: Jeep.

Kia CV EV, Elektro-Kompaktauto, 2. Hälfte 

Wie die Schwestermarke Hyundai baut auch Kia sein E-Auto-Angebot schnell und konsequent aus. Und startet einen direkten Angriff auf den VW ID.3.  

Maserati MC20, Sportwagen, 2. Quartal  

Nach langen Jahren im Schatten der glamourösen Schwester Ferrari tritt die Fiat-Tochter nun mit einem eigenen Sport- und Rennwagen ins Licht. Flügeltüren und über 600 PS dürften helfen.  

Der Maserati MC20 macht Eindruck. Foto: Maserati.

Mercedes C-Klasse, Mittelklasseauto, 2. Quartal  

Nach der großen S-Klasse kommt die kleine: Die neue Generation des Mittelklassemodells dürfte sich wieder bei der großen Schwester bedienen. Und neben Hightech-Assistenten vor allem viel Auswahl bei elektrifizierten Antrieben bieten.  

Mercedes Citan/T-Klasse, Hochdachkombi, 2. Jahreshälfte 

Erneut kooperieren die Stuttgarter bei ihrem kleinen Nutzfahrzeug mit Renault. Diesmal soll sich der Sternenträger aber stärker vom bürgerlicheren Franzosen absetzen – nicht mehr nur beim Preis.  

Mercedes EQA, Elektro-Kompaktauto, 1. Quartal 

Für ihr erstes kompaktes E-Auto wählen die Stuttgarter die geräumige GLA-Karosserie. Die dürfte nicht zuletzt einen großen Akku und rund 400 Kilometer Maximalreichweite erlauben.  

Mercedes EQS, Elektro-Oberklasselimousine, 3. Quartal 

Knapp ein Jahr nach der S-Klasse kommt der optisch eigenständige Elektro-Ableger unter eigenem Modellnamen. Der dürfte dann auch große Teilstrecken autonom zurücklegen.  

Nissan Ariya, Mittelklasse-SUV, 3. Quartal 

Der Elektro-Pionier Leaf hat in Deutschland zuletzt etwas an Boden verloren, mit einem futuristischen Coupé-Crossover wollen die Japaner nun Kunden zurückerobern. Rund 500 Kilometer Reichweite versprechen Langstrecken-Fähigkeit.  

Der Nissan Ariya steht in der Tradition des Leaf. Foto: Nissan.

Nissan Qashqai, Kompakt-SUV, 2. Quartal 

Die erste Generation war ein Überraschungserfolg und hat das Crossover-Segment in Europa mitbegründet. Nachdem die zweite Auflage eher in der Masse mitschwamm, soll Nummer drei nun wieder nach vorn fahren.  

Opel Astra, Kompaktauto, 4. Quartal  

Das erste Kompaktmodell der Rüsselsheimer seit dem Start ihrer PSA-Ära orientiert sich am Peugeot 308, soll aber bei Optik und Ambiente eigenständig-deutsch rüberkommen.  

Opel Mokka, Mini-SUV, 1. Quartal  

Mit dem kleinen Crossover starten die Rüsselsheimer bei Innen- und Außendesign in eine neue Marken-Ära. Viele Elemente wird man bei späteren Modellen sehen – auch den optionalen Elektroantrieb.  

Der Opel Mokka geht in die zweite Runde. Foto: Opel.

Peugeot 308, Kompaktauto, 4. Quartal  

In der Neuauflage orientiert sich der Fünftürer an der schnittigen Formensprache von 208 und 508. Für zeitgemäßen Antrieb sollen elektrifizierte Motoren sorgen.  

Renault Kangoo, Hochdachkombi, 2. Quartal 

Dynamischer und schlanker als der rundliche Vorgänger präsentiert sich der Nutzfahrzeugklassiker im kommenden Jahr. Neben dem Lieferwagen wird es auch wieder einen Familien-Pkw geben.  

Renaults Kangoo erfährt eine Neuauflage. Foto: Renault.

Renault Arkana, Kompakt-SUV, 1. Quartal  

Der Trend zum Crossover-Coupé geht auch an den Franzosen nicht vorbei. Der in Russland bereits seit längerem verfügbare Fünfsitzer soll dieses Segment nun auch im Westen besetzen.  

Der Renault Arkana startet im Frühjahr. Foto: Renault.

Seat Cupra El-Born, Elektro-SUV, 2. Hälfte 

Die spanische Variante des ID.4 kommt unter der sportlichen Submarke Cupra auf den Markt. Im Konzernkonzert der Elektro-Crossover gilt sie vielen als die schönste Stimme.  

Skoda Enyaq, Elektro-SUV, 2. Quartal  

Auch die Tschechen dürfen sich aus dem Elektro-Baukasten des VW-Konzerns bedienen. Sie optimieren die Architektur auf Raumökonomie und Praxisnutzen.  

Skodas erstes E-Auto heißt Enyaq. Foto: Skoda.

Skoda Fabia, Kleinwagen, 3. Quartal  

Der Tscheche wird in der neuen Generation technisch erstmals zum echten Polo-Bruder. Weitere Premiere: Einen Diesel gibt es nicht mehr.  

Subaru Outback, Mittelklassekombi, 2. Quartal  

In den USA ist der Allrad-Kombi schon länger auf dem Markt, in Deutschland wird er von einem kleinen, aber eingeschworenen Freundeskreis erwartet. Allradantrieb und Boxermotor bleiben seine Kern-Merkmale.

Suzuki Swace, Kompakt-Kombi, 1. Hälfte  

Wie schon bei flüchtigem Hinsehen erkennbar, ist der Swace ein Toyota Corolla Hybrid-Kombi mit neuem Logo. Dem Importeur hilft er vor allem beim Erfüllen der EU-Vorgaben zum CO2-Flottenausstoß, beim Händler schließt er eine wichtige Lücke.  

Der Suzuki Swace basiert auf dem Toyota Corolla. Foto: Suzuki.

Toyota Highlander, Geländewagen, 1. Quartal  

Große Geländewagen gelten in Europa als nicht mehr unbedingt zeitgemäß. Die Japaner bringen trotzdem ihr Traditionsmodell erstmals auf den Kontinent – und verweisen beim Verbrauch auf den sparsamen Hybridantrieb.  

Toyota bringt den Highlander. Foto: Toyota.

Toyota Mirai, Elektro-Limousine, 1. Quartal  

War die erste Auflage noch ein Weggucker, ist Generation zwei des Brennstoffzellenautos zum Hingucker geworden. Zudem wächst die Reichweite, während der Preis sinkt.  

Volvo NN, Elektro-SUV, 2. Quartal  

Mit der Elektroversion des XC40 kommt im Sommer ein Coupé-Ableger des SUV. Der endgültige Name ist noch nicht bekannt.  

VW ID.4, Elektro-SUV, 2. Quartal 

Der SUV-Bruder des ID.3 könnte der eigentliche Elektro-Bestseller im VW-Angebot werden. Nicht nur wegen der modischen Crossover-Form, sondern auch, weil er die Kinderkrankheiten seine nächsten Verwandten überwunden hat. Ende des Jahres folgt noch die Coupé-Variante ID.5.  

VW Arteon Shooting Brake, Mittelklassekombi, 1. Quartal  

Den hübschen Passat-Ableger gibt es künftig auch als Kombi. Allerdings mit Fokus auf Design, nicht auf Raumökonomie. Für den Antrieb ist auch ein Plug-in-Hybrid zu haben.  

VW Nivus, Mini-Crossover, 3. Quartal  

Für ein weiteres SUV ist immer Platz in der Modellpalette. VW füllt diesen mit einem Mini-Modell aus Brasilien. Beim Namen könnte es noch Änderungen geben.  

VW bringt den Nivus nach Europa. Foto: Volkswagen.
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