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Mercedes-Maybach S-Klasse – Das Flaggschiff vom Flaggschiff

Die große Chauffeurs-Limousine von Mercedes-Maybach bietet nochmals mehr Platz als die S-Klasse und macht den Chauffeur überflüssig. Zumindest teil- und zeitweise.

von Holger Holzer

Auch bei der S-Klasse von Mercedes ist in Sachen Luxus noch Raum nach oben. Füllen soll diesen ab Frühjahr die Maybach-Variante der Oberklasselimousine. Mit 18 Zentimetern mehr Radstand, elektrisch öffnenden Fondtüren und einer Ambiente-Beleuchtung mit 253 LEDs. 

Mercedes krönt die S-Klasse mit einer Maybach-Variante. Foto: Mercedes.

Mit 5,47 Metern Länge überragt die Mercedes-Maybach S-Klasse selbst die Langversion des Standardmodells deutlich, der Limousine mit normalem Radstand nimmt sie sogar fast 30 Zentimeter ab. Der daraus resultierende Raumgewinn kommt komplett den Fondpassagieren zugute, die auf Liegesitzen Platz nehmen und vollen Zugriff auf das Bord-Infotainmentsystem MBUX haben. Für Wohlbefinden sollen zudem eine spezielle Ambientebeleuchtung, elektrische Gurtbringer und ein aktives Geräuschunterdrückungs-System sorgen. Letzteres arbeitet nach der von Kopfhörern bekannten Gegenschall-Technik und nutzt die Lautsprecher des Burmester-Audiosystems. 

Der Maybach ist länger als die lange Standard-S-Klasse. Foto: Mercedes.

Bei Sicherheits- und Komforttechnik bedient sich der Maybach bei der normalen S-Klasse. So soll etwa das bekannte aktive Luftfahrwerk den Fahrkomfort erhöhen und eine Hinterachslenkung die Handlichkeit verbessern. Außerdem ist digitales LED-Licht an Bord, das für besonders gute Ausleuchtung der Straße sorgen soll und Symbole oder Hilfslinien auf den Asphalt projiziert. Für das zweite Halbjahr ist zudem der auch für das Standardmodell angekündigte „Drive Pilot“ zu bekommen, der autonomes Fahren auf Level 3 ermöglicht. Der Chauffeur kann dann zeitweise die Hände vom Lenkrad lassen und sich anderen Aufgaben widmen. 

Erkennungsmerkmal ist unter anderem eine Zweifarb-Lackierung. Foto: Mercedes.

Nicht in der normalen S-Klasse zu haben sind die automatischen Fondtüren. Sie öffnen und schließen auf Knopfdruck selbstständig; damit es dabei nicht zu Unfällen kommt, sind sie mit dem Totwinkelwarner des Fahrzeugs gekoppelt, der sich nähernde Verkehrsteilnehmer erkennt. Das System ist optional, serienmäßig gibt es eine elektrische Zuziehhilfe, die die Türen auf den letzten Millimetern automatisch ins Schloss fallen lässt. 

Der Chef sitzt hinten. Foto: Mercedes.

Noch keine genauen Angaben macht Mercedes zur Motorisierung. Angekündigt ist lediglich, dass der Maybach mit verschiedenen Antrieben kombinierbar sein wird. Ob neben einem V8 in Deutschland auch der vom Vorgänger bekannte Zwölfzylinder verfügbar sein wird, ist unklar. Ebenfalls noch nicht genannt wird der Preis. Die alte Generation gab es mit V8-Benziner und Hinterradantrieb ab rund 140.000 Euro. 

Die Preise dürften jenseits der 140.000 Euro starten. Foto: Mercedes.
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