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Stark und sparsam – der Golf VIII GTD

von Fynn Göttsche

Der Golf GTI wurde zur Legende, sein Bruder mit dem Selbstzündermotor blickt aber auch auf eine nicht zu vernachlässigende Tradition zurück. Der Golf Gran Turismo Diesel (GTD) ist seit der ersten Golf-Generation Teil der Familie. Er stellte das dieselgetriebene Pendant zum GTI während der ersten drei Baureihen dar. Später verlor die Bezeichnung an Bedeutung und kehrte erst mit dem Golf VI zurück. Beim Golf VIII ist er ab sofort mit von der Partie. Sein Bestellstart war im Oktober. Als Teil der GT-Familie hat er natürlich den leistungsstärksten Motor seiner Antriebsart. 

Dabei standen die Ingenieuren vor zwei Herausforderungen. Der stärkste Diesel der Familie soll er sein. Sparsam und sauber aber auch. Zwei grundlegende Faktoren, die zumeist gegeneinander abgewogen werden müssen. Da der Ruf der Selbstzünder in der Vergangenheit etwas gelitten hat, haben die Entwickler beim Spitzenmodell besonderes Augenmerk darauf gelegt, den Schadstoff-Ausstoß zu verringern. Hier unterscheidet sich der GTD stark von seinem Vorgänger. Er fällt durch geringeren Spritverbrauch und Emissionen, aber auch durch mehr Leistung auf. Dank seines 2.0-Liter-TDI-Motors leistet der GTD 200 PS / 147 kW und 400 Newtonmeter Drehmoment. Das bringt ihn innerhalb von 7,1 Sekunden auf 100 km/h. Das Direktschaltgetriebe mit sieben Gängen ist ebenfalls serienmäßig. Kombiniert verbraucht der größte Diesel der Reihe auch nur schmale 4,4 Liter. Um den Diesel sauberer zu machen, kommt die Volkswagen TwinDosing-Technologie zum Einsatz. Diese verfügt über zwei hintereinander geschaltete Katalysatoren in Verbindung mit Partikelfiltern. Einen direkt am Motor und einen am Fahrzeugunterboden. Dadurch decken die beiden Katalysatoren unterschiedliche Temperaturbereiche ab. Besonders bei Hochleistung auf der Autobahn bleibt so die Wirkung gewährleistet. Vor jedem der Katalysatoren gibt es zusätzlich eine AdBlue-Einspritzung. Diese injiziert Ammoniak in die Abgase, der die gefährlichem Stickoxide zu Wasser und Stickstoff umwandelt. So lassen sich die Emissionen massiv verringern.

Auch optisch legt der Langstreckensportler nach und strahlt seine Dynamik nach Außen. Wie die anderen Topmodelle GTI und GTE hat auch der GTD rote Bremssättel und die charakteristischen Lüftungsgitter im Wabendesign. Egal ob am Lenkrad oder am Kühlergrill, ist der Golf durch silberne Akzente, stets als GTD erkennbar. Wo beim Standardmodell GOLF auf der Heckklappe steht, steht hier GTD. Die Sportlichkeit wird zudem durch eine 15 Millimeter tiefergelegte Karosserie unterstützt, kombiniert mit verbreiterten Seitenschwellern und Dachkantenspoiler wird die Kraft des stärksten Diesels der Golf-Familie sichtbar. 

Wie die anderen Modelle der aktuellen Golf-VIII-Generation ist auch der GTD weitaus digitaler geworden. Unter anderem gehören der Spurhalte- Assistent „Lane Assist“, Verkehrszeichen-Erkennung oder Sprachbedienung zur Standardausstattung. Auch das Car2X-System kommt zum Einsatz, durch das sich Fahrzeuge gegenseitig vor Gefahren warnen können. Auch kommt der GTD mit Fahrprofil-Auswahl, elektronischer Differentialsperre XDS und Telefonschnittstelle zum Kunden. Hinter dem Lenkrad steht dem Fahrer das „Digital Cockpit“ – ein serienmäßiger 10-Zoll Bildschirm zur Verfügung.

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