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Passendes Outfit auf dem Runway – Embraer und Porsche kündigen Zusammenarbeit an

von Fynn Göttsche

Kennen Sie das Problem, wenn das Hemd nicht zur Hose passt und das gesamte Outfit ruiniert ist? Selbstverständlich. Sowas kann einem den Tag versauen. Das Lieblingshemd ist in der Wäsche und Sie haben nichts anzuziehen. Also vielleicht besser direkt auf der Arbeit krankmelden oder den Partybesuch ausfallen lassen. Sicher ist sicher. Sie wollen ja nicht zum Gespött in der Kantine werden.

Um ein ziemlich ähnliches Problem in unserer heutigen Welt zu bekämpfen, haben sich zwei Firmen zusammengeschlossen und präsentieren nun das Ergebnis. Es handelt sich hierbei um niemand geringeren als Porsche und Embraer. Der Zuffenhausener Automobilhersteller und der brasilianische Flugzeugbauer – immerhin der viertgrößte der Welt – nennen ihre Zusammenarbeit „Duet“. Kern dieses Projektes sind ein Porsche 911 Turbo S und eine Embraer Phenom 300E die aufeinander abgestimmt wurden. Wenn Sie von ihrem Privatjet in den farblich passenden Porsche steigen, wird Niemand mehr über Sie lästern. Mission geglückt. Zu diesem Zweck kommen die Fahrzeuge zu Luft und Land in der gleichen Farbgebung daher. Beide tragen eine Lackierung in Platinsilbermetallic und Jetgraumetallic. Aber nicht nur das. Sie beide zitieren einander durch Akzente in Speedblau und Brilliantchrom in den Innenräumen. Beim Porsche finden sich zudem Anleihen an das Design der Avionik. Rote „NO STEP“-Schriftzüge auf den Einstiegsleisten, angedeuteter künstlicher Horizont in den Armaturen und die individuelle Flugzeugkennung auf Heckflügel und Fahrzeugschlüssel. 

Der Porsche kommt mit einem 3,7-Liter-Boxermotor daher, der 478 kW/650 PS leistet. Dass die neueste und fortschrittlichste Technik verbaut ist, sollte klar sein und bedarf eigentlich keiner weiteren Erwähnung. Da die Embraer ein strahlgetriebener Privatjet ist, reden wir hier über ganz andere Werte. Höchstgeschwindigkeit von 464 Knoten (859 km/h), maximale Flughöhe von 13.700 Metern und eine Reichweite von etwas mehr als 3700 Kilometern stehen dem betuchten Eigentümer zur Verfügung. Das Flugzeug lässt sich von einem einzelnen Piloten steuern und hat Platz für sechs Passagiere. Embraer betont besonders den Gepäckraum, der zu den größten der Kategorie gehört. Hier greift direkt der nächste Clou der Zusammenarbeit. Es gibt ein passendes Kofferset, aus Pilotenkoffer und zwei Weekendern von Porsche Design, die äußerlich perfekt mit Auto und Flugzeug harmonieren. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn Sie mit handelsüblichen Modellen in Jet oder Flitzer stiegen. Doch Zeit ist Geld und wenn Sie ernsthaft über die Anschaffung einer Sportwagen-Privatjet-Kombination nachdenken aber dennoch Zeit haben, diesen Artikel zu lesen, scheint Ihr Zeitmanagement vorbildlich zu sein. Da kommt auch schon der nächste Kracher ins Spiel – Porsche und Embraer liefern Ihnen direkt die passende Uhr mit dazu. Die Weltzeituhr 1919 Globetimer UTC gibt es exklusiv für die „Duet“-Kunden. Ein Armband aus Sitzleder und die üblichen Designzitate sind natürlich auch dabei. Stellen Sie sich etwa vor, Sie trügen eine goldene Uhr zum silbernen Flugzeug. Das geht natürlich nicht. Aber auch hier lösen Embraer und Porsche wieder alle Ihre Probleme. 

Was Sie als potentieller Kunde allerdings bedenken sollten, sind die Dimensionen. Im Jet finden sechs Passagiere plus Pilot Platz und der Gepäckraum fasst 2400 Liter. Beim Porsche wird es auf der Rückbank dann natürlich eng. Über den 135 Liter „großen“ Kofferraum müssen wir garnicht erst reden. In den passt mit Glück gerade einmal das mitgelieferte Kofferset. Falls Sie also mit mehreren Passagieren unterwegs sind, die mit mehr als Handgepäck reisen, brauchen Sie vielleicht ein zweites Auto. Da der Porsche und das Flugzeug aber nur gemeinsam verkauft werden, müssen sie eventuell zur Sonderanfertigung greifen, sofern Sie keinen modischen Fauxpas begehen wollen. Laut Porsche stünde die Alltagstauglichkeit der Produkte im Fokus. Bei einer derartigen Planung wirkt diese Aussage geradezu zynisch. 

Doch wenn Sie einen bleibenden Eindruck auf dem Runway hinterlassen möchten, sollten Sie sich beeilen, denn die deutsch-brasilianische Designkooperation ist auf nur zehn Stück begrenzt. Von Preisen reden wir lieber nicht. Denn wenn dieses Angebot für Sie interessant ist, sind Ihnen Preise ohnehin egal.

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