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Der jüngste Spross ist auch der stärkste der Familie – der Golf R

Wie schon bei der vorangegangenen Generation repräsentiert der Golf R auch in der aktuellen Modellbaureihe die sportliche Speerspitze. Satte 320 PS, verbesserte Bremsen und ein umfangreiches Programm zur Fahrprofilauswahl stehen zur Verfügung.

von Alexander Voigt und Holger Holzer

Rund ein Jahr nach der Premiere des Golf 8 krönt das Volkswagen R Team die Kompaktwagen-Baureihe nun mit dem neuen Spitzenmodell: Der stärkste Serien-Golf aller Zeiten ist seit dem fünften November ab Preisen von 48.000 Euro bestellbar. Den Antrieb des Golf R übernimmt der aus dem Vorgänger bekannte 2,0-Liter-Turbobenziner-Vierzylinder mit 235 kW/320 PS und einem Drehmoment von 420 Newtonmetern. Der neue Allradantrieb („4MOTION-System mit R-Performance Torque Vectoring“) verteilt die Kraft des Turbobenziners über ein neues Hinterachsgetriebe nicht nur zwischen der Vorder- und Hinterachse, sondern ebenso variabel zwischen den zwei Hinterrädern. Insbesondere in Kurven kann so die Agilität gesteigert werden. Als Weltneuheit wird der Allradantrieb zudem über einen Fahrdynamikmanager mit weiteren Fahrwerkssystemen wie den elektronischen Differenzialsperren (XDS) und der adaptiven Fahrwerksregelung DCC vernetzt. Der Spurt von null auf 100 km/h dauert 4,7 Sekunden, maximal sind 250 km/h möglich.

Hinten gibt es vier Endrohre und einen Diffusor. Foto: Volkswagen.

Optional lässt sich die Höchstgeschwindigkeit mit dem „R-Performance“-Paket auf 270 km/h anheben; ergänzt durch einen besonderen Heckspoiler und ein eigenes Nürburgring-Fahrprofil mit der Bezeichnung „Special“. Für die ganz sportlichen empfiehlt sich hierbei das Programm „Nordschleife“. In diesem Fahrmodus geht der Golf R im manuellen Schaltmodus bis an den Drehzahlbegrenzer, ohne dass automatisch hochgeschaltet wird. Für Testfahrer Benjamin Leuchter – er hat den R in mühevoller Arbeit mit den Ingenieuren abgestimmt -eine große Besonderheit.“Es macht wahnsinnig viel Spass. Man spürt das Auto und hat immer ein Gefühl für Gripniveau“, so Leuchter und weiter: „Die Bremse ist ein Riesenfortschritt zum Vorgänger-Modell und ist auch super standfest.“ Die Zeit die der Profi-Rennfahrer auf der legendären Nordschleife in den Asphalt gebrannt hat, spricht für sich. Sieben Minuten und 51 Sekunden. Damit war Leuchter ganze 19 Sekunden schneller als noch mit dem Vorgänger. 

Innen finden sich Sportsitze. Foto: Volkswagen.

 Bei der Fahrwerks-Konfiguration unterscheidet sich der Top-Golf ebenfalls von den zivileren Varianten. So ist die Karosserie um 2 Zentimeter abgesenkt, Federn und Stabilisatoren sind straffer ausgelegt. An der Vorderachse wurde der Sturz vergrößert, um höhere Kurvengeschwindigkeiten zu ermöglichen. Dazu kommen eine speziell abgestimmte Progressiv-Lenkung und eine 18-Zoll-Bremsanlage. Für den passenden Sound soll ein klappengesteuerte Abgasanlage von Akrapovic sorgen.  

Optisch setzt sich das R-Modell unter anderem durch extra große Lufteinlässe an der Front, eine blaue Querspange am Kühlergrill und einem schwarz glänzenden Diffusor mit vier Endrohren. Zur Ausstattung zählen darüber hinaus Sportsitze, Navigationssystem, Ambiente-Licht und 18-Zoll-Felgen. Der Preisaufschlag gegenüber dem Vorgängermodell beträgt rund 4.000 Euro.

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