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Dreizack, Blitz und Wüstenwind. Der Maserati Ghibli Hybrid

Von Fynn Göttsche

Mit dem arabischen Wort Ghibli wird ein heißer Wüstenwind aus der Sahara bezeichnet, der heftige Sandstürme auslöst. Die schnellen Luftströme, angefüllt mit brennend heißem Wüstensand, erreichen auch Italien. Da ist es nur sehr passend, dass der italienische Autobauer Maserati, eines seiner traditionsreichsten Modelle mit dem Dreizack auf dem Kühlergrill, nach ihm benannte. Seit 1966 erschien der Ghibli in drei Generationen. Darunter zwei Sportcoupés und die jüngste Version, eine viertürige Limousine, die seit 2013 gebaut wird. Jetzt geht Maserati einen Schritt weiter und verpflanzt seinen ersten Hybridantrieb in den Ghibli. 

In diesem Sportstromer arbeiten ein 48 Volt- und ein Vierzylinder-Motor zusammen und erzeugen 243 kW (330 PS). Rein elektrisch fährt der Mild Hybrid aber noch nicht. In 5,7 Sekunden gelingt der Standardsprint auf Tempo 100, die Spitze liegt bei 255 km/h. Dank Riemenstarter-Generator gewinnt der Maserati Bremsenergie zurück, die für die erneute Beschleunigung im Anschluss zur Verfügung steht. Das drückt den kombinierten Verbrauch des Ghibli auf 7,1 bis 7,5 Liter auf 100 Kilometern und senkt die Emissionen. Aufgrund der zwei Antriebssysteme besteht bei Hybridmodellen die Gefahr der Kopflastigkeit. Beim Ghibli glichen die Konstrukteure das Gewicht dadurch aus, dass Gleichstromwandler und Batterie ins Heck verlegt wurden. So sind ein gutes Fahrgefühl und Agilität gewährleistet.  

Auch optisch wollen die Italiener dem Hybridantrieb Rechnung tragen. Die Designer haben sich von elektrischen Funken inspirieren lassen. Der Luxussportwagen erhält eine eigene graue Farbgebung namens „Grigio Evoluzione“, die durch besondere Designmerkmale akzentuiert wird. Auf dem charakteristischen Dreizack des Maserati an der C-Säule, prangt nun ein blauer Blitz. Ebenso sind die Luftauslässe mit blauen Rahmen versehen. Die Bremssättel sowie Ziernähte und -Elemente im Interieur greifen diese Kontrastfarbe ebenfalls auf. 

Der erste Luxussportwagen mit Hybridantrieb von Maserati kostet etwas weniger als 70.000 Euro und ist bereits verfügbar.

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