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Die neueste Generation des Elektro-Jägers – Der Toyota Mirai

von Wolf Meinertshagen

Vor wenigen Wochen bekam der Papst ein neues Papamobil. Die japanischen Bischöfe schenkten ihrem Chef einen zu diesem Zweck umgebauten Toyota Mirai. Soweit sehr nett, wäre da nicht ein kleines Problem. Der Mirai fährt mit Wasserstoff. Das ist sehr löblich und schont die Umwelt. Beim Tanken käme der Pontifex hingegen in Bredouille. Denn der Mirai hat zwar rund 400 Kilometer Reichweite, doch die nächste Wasserstofftankstelle ist in Bozen. Das sind leider 650 Kilometer und somit etwas viel. Nun präsentierte Toyota seine zweite Generation des Mirai, die im November in den Verkauf gehen soll. 

Die Entwickler des Mirai haben an allen wichtigen Stellschrauben nachgedreht. Die Reichweite wurde um 30 Prozent und die Zahl der Sitze auf fünf erhöht. Der Grundpreis sank auch um knapp 15.000 Euro und beginnt nun bei 63.900 Euro. Durch diese Preisgestaltung profitieren Kunden vom Umweltbonus und der Innovationsprämie. Noch schweigt sich Toyota zu den technischen Daten des Brennstoffzellen-Fahrzeugs aus. Die verbaute Elektrik verspricht aber bereits ein besonderes Komfortplus, dass in drei Ausstattungsvarianten erhältlich ist. Basis, Executive (66.900 Euro) und Advanced (73.900 Euro) sind erhältlich. Bereits bei der Basisvariante verfügt über die neuste Generation von Toyotas Sicherheits- und Fahrassistenz-System „Safety Sense“. In den höheren Stufen kommen Rückfahr-, Einpark- sowie der Toter-Winkel-Assistent hinzu. Weitere Komfortfunktionen wie Sitzheizung vorne und hinten, digitaler Rückspiegel und Head-Up-Display sind ebenfalls erhältlich. Während die Basisversion mit 19-Zoll Leichtmetallrädern ausgestattet ist, präsentiert sich die Topversion mit 20-Zöllern in Schwarz.

Kern der zweiten Generation des Mirai ist die modulare Toyota-Plattform für Fahrzeuge mit Hinterradantrieb. Die Limousine erhält dadurch einen geringeren Fahrzeug-Schwerpunkt und eine höhere Karosserie-Steifigkeit. Toyota verspricht zudem mehr Agilität und Fahrspaß, wie auch Komfort und Ansprechverhalten.

Die Japaner planen mit einem Produktionsvolumen von 30.000 Einheiten pro Jahr. Ob der Mirai trotz der bisher sehr mäßigen Wasserstoff-Ladeinfrastruktur in Europa Fuß fassen kann, wird sich zeigen. In Deutschland ist der Zustand immerhin etwas besser, hierzulande gibt es bereits 85 öffentlich zugängliche Ladestationen. Tendenz steigend.

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