Aktuelles Reisen

Herbst-Highlights in der Autostadt

Die Sonderausstellung „Neue Mobilität – Neu denken“ startet einen Dialog über die Mobilität der Zukunft.

Von Alexander Voigt

Fern- und Auslandsreisen sind momentan kaum zu planen. Dabei liegt ein beliebter Ausflugsort direkt vor der Tür. Die Wolfsburger Autostadt lockt – neben der bekannten Mischung aus Museum, Freizeitpark und Kundencenter – für den Ausklang der Herbstferien und darüber hinaus mit zahlreichen aktualisierten Ausstellungen und Veranstaltungen an den Mittellandkanal. Zu sehen gibt es diverse historische, aktuelle und vielleicht auch zukünftige Meilensteine des Volkswagen Konzerns.

Das Zeithaus wagt einen Blick von den Meilensteinen der Automobilgeschichte bis in die Zukunft: In den kommenden sechs Monaten will die Autostadt im Rahmen der Ausstellungsreihe „Neue Mobilität – Neu denken“ mit den Besuchern in einen Dialog über die Zukunft der Mobilität treten. Zentrale Themen sind Design, Technologie und Gesellschaft. Das Automobil der Zukunft – elektrisch, autonom und vernetzt – soll erlebbar werden. Das erste Thema der Reihe wird „Experience“ sein. Gäste können anhand von Exponaten erfahren, wie sich die zukünftige Mobilität anfühlt und wie sie die Gesellschaft beeinflusst. Die Besucher können etwa über einen holografischen Konfigurator ihr Wunschauto zusammenstellen. Das Konzept des Volkswagen SEDRIC (Self-Driving-Car) wird ebenfalls als Exponat vorgestellt und lädt etwa durch seine Karaokemaschine zum Mitmachen ein.

Der Startschuss für eine, die Ausstellung begleitende Vortragsreihe, erfolgt am 29. Oktober mit einem Bericht von Wiebe Wakker, über dessen Weltreise in einem elektrischen Golf Variant. Interessierte können von 17 bis 18 Uhr sowohl vor Ort, als auch Online – unter http://www.autostadt.de an der Veranstaltung teilnehmen. 

In die Pavillons der Konzernmarken rollten dieser Tage neue Exponate: Die spanische Volkswagentochter Seat präsentiert sich dabei besonders sportlich. Sie zeigt zwei Modelle mit dem Namenszusatz FR – Formula Racing – der so einiges verspricht. Mit dem Leon Sportstourer FR und dem Tarraco FR präsentiert Seat zwei seiner Hochleistungsmodelle. Ergänzt wird der Sportansatz durch den Seat-Performance-Ableger Cupra, der seinen Ateca und damit die Markeneigene, besondere Philosophie von Motorsport und Lifestyle zeigt.

Im VW Pavillon wird die neue Variant-Version des Golf VIII vorgestellt: Insgesamt 66 Millimeter länger als der Vorgänger bietet der Kombi der aktuellen Golf Generation deutlich mehr Raum für Gepäck und vor allem die Beinfreiheit im Fond. Das Exterieur Design wirkt dadurch deutlich gestreckter. Zu sehen in der Erlebniswelt am Mittellandkanal ist das Fahrzeug in der Farbe „Limonengelb Metallic“ in der Ausstattungsvariante „R-Line“.

Zahlreiche Vorgänger der jüngsten Generation finden sich zurzeit in der Parklandschaft der Autostadt. Unter den Volkswagen-Meilensteinen der Jahre 1950 bis 1985 finden sich fünf Käfer-Modelle. Neben einem Export-Käfer aus dem Jahr 1950 präsentieren sich auch zwei Modelle aus dem Jahr 1962 – in Seeblau und Chestnut Braun. Hinzu kommen der „Samt“- und der „Jubi“-Käfer aus dem Jahr 1985. Ebenfalls zu besichtigen sind ein Golf I (1980), Scirocco I GT (1978), Jetta CI (1982), Derby LS (1979) und ein Polo II Formel E (1982).

Und auch im Pavillon der von Volkswagen Nutzfahrzeuge gibt es Historisches und Aktuelles zu sehen: Neu ist die fünfte Generation des Caddy, der seinen Marktstart Ende November feiern wird. Direkt nebenan ein generalüberholter Klassiker: der Volkswagen Typ 2 T1 „Samba“ mit dem klangvollen Namen „Renate“. Der in der Oldtimerszene bereits bekannte 55 Jahre alte „Bulli“ war beinahe ein halbes Jahrhundert in den Händen einer Familie, bis er 2015 in die Sammlung von Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer kam. Den Namen „Renate“ erhielt der T1 zu Ehren der ersten Besitzerin.

Ein weiteres besonderes Gefährt präsentiert sich mit einem e-Crafter ebenfalls im Pavillon der Hannoveraner „Nutzis“: Volkswagen-Fan Frank Eusterholz fuhr im Sommer 2020 mit seinem Elektrogefährt in 18 Tagen, 7500 Kilometer vor Hannover bis ans Nordkap. Das mit einem Wohnmobilaufbau versehene Modell bewies so die Langstreckentauglichkeit des Elektrotransporters und steht nun bis auf weiteres in der Wolfsburger Autostadt.

Besucherinnen und Besucher werden gebeten, die allgemeinen Hygienevorschriften und Verhaltensregeln zu beachten. Gäste können sich unter http://www.autostadt.de/aktuell bereits im Vorfeld ihres Besuchs über die jeweiligen Bestimmungen informieren.

%d Bloggern gefällt das: