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Der „Clubsport“ ist das neue Golf GTI Topmodell

Wer Autos kennt, weiß, dass „GTI“ für puren Fahrspaß steht. Der Golf GTI ist seit inzwischen 44 Jahren ein Aushängeschild von Volkswagen. Wem die 245 PS des aktuellen GTI nicht ausreichen, der kann mit dem neuen Golf GTI Clubsport noch einen drauflegen. Dieser wurde nun im Rahmen einer Online-Premiere vorgestellt.

Von Alexander Voigt

Im Jahr 1976 brachte Volkswagen den Ur-GTI auf den Markt und statt den ursprünglich geplanten 5000 Einheiten sind bis heute 2,3 Millionen vom Band gelaufen. Denn auch in der Golf-Klasse schätzen die Kunden starke Motoren und dynamischen Fahrspaß. So wurde der Wolfsburger Kompaktsportler mit den drei Buchstaben zur Legende. Für die leistungshungrigen Kunden steckt Volkswagen nun noch einmal 55 zusätzliche Pferdestärken unter die Haube, des bereits 245 PS starken Golf VIII GTI und präsentiert den 300 PS starken GTI Clubsport. Das wurde in Zusammenarbeit mit dem Rennfahrer Benny Leuchter entwickelt, der das neue Topmodell auf Herz und Nieren prüfte. Im Fokus der Entwickler stand dabei die Performance des Clubsport auf dem Nürburgring. Mit einer Rundenzeit von 7:54 Minuten auf der legendären Nordschleife ist der Clubsport noch einmal 13 Sekunden schneller als der Standard GTI. Dieser Vorteil kommt nicht nur aus der gesteigerten Leistung des Clubsport sondern besonders aus den zahlreichen Verbesserungen, die von den Entwicklern am Fahrwerk vorgenommen wurden.

Durch das hügelige Gelände des Nürburgring, waren die Ansprüche an Federung und Kurvenverhalten besonders hoch. Durch einen um 1,2 Grad erhöhten Sturz der Vorderachse waren in den Kurven noch höhere Geschwindigkeiten möglich. Testfahrer Benny Leuchter betonte während der Online-Präsentation, die Möglichkeit den Clubsport bis an dessen „physikalische Grenzen zu bringen, aber dennoch das Auto jederzeit zu spüren“. Einige Besonderheiten des Clubsport kamen ihm dabei besonders zu Gute. Neben der Möglichkeit zwischen 15 verschiedenen Fahrmodi zwischen „Comfort“ und „Sport+“ zu wählen, kam noch ein ganz spezifischer Modus hinzu. Der Nürburgringmodus – der speziell für kurvenreiche Strecken und welliges Profil geeignet ist. Benny Leuchter unterstrich, dass der Fahrmodus in den Testfahrten zu jeder Zeit die Bodenhaftung des Clubsport gewährleistete. Die Progressiv-Lenkung hob Leuchter ebenfalls hervor. Diese spricht bei kleinen Lenkbewegungen wesentlich stärker an als klassische Lenksysteme, wodurch Fahrsicherheit und -komfort erhöht werden sollen. 

An vielen weiteren Rädchen stellten die Entwickler nach: Das Ansprechverhalten wurde gesteigert, die Bremskraft und Federrate erhöht, der Auftrieb verringert. Besondere Felgen und Reifen verringern den Rollwiderstand und erhöhen das Grip-Niveau. Der Clubsport wird zudem nur mit Doppelschaltgetriebe erhältlich sein und nicht mehr mit der vertrauten Handschaltung. Auch an dieser Stelle betonte Benny Leuchter den Performancegewinn des Sieben-Gang-DSG.

Äußerlich ist der Clubsport eindeutig ein GTI. Rote Akzente innen und außen, wie Bremssättel und Ziernähte machen das deutlich. Zudem wurde die Karosserie um 15 Millimeter abgesenkt, die Seitenschweller verbreitert und ein zweiteiliger Dachkantenspoiler angebracht. Die wabenförmigen Kühlerschutzgitter – beim „Clubsport“ ohne die integrierten Nebelscheinwerfer der übrigen Golf „GT-Familie“ – sorgen mit dem roten Streifen und GTI-Schriftzug an der Front für das Plus an Überholprestige. Ovale und leicht vergrößerte – statt der runden – Endrohre, die natürlich ebenfalls rechts und links angeordnet sind, hinterlassen einen bleibenden Eindruck.

Der Golf GTI Clubsport dürfte Anfang 2021 erhältlich sein und bei etwa 40.000 Euro starten.

Foto: Volkswagen AG
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