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Ehrgeizige Pläne mit Diess‘ Batmobil

Sportmarke von Seat setzt mit Formentor und „Cupra Garage“ Akzente.

Von Alexander Voigt und Björn-Lars Blank 

Der Formentor ist das erste eigenständige Cupra-Modell. Einen Seat Formentor wird es nicht geben. Das macht ihn für die knapp drei Jahre junge Performancemarke so besonders. Gebaut wird das CUV (Crossover Utility Vehicle) in Martorell in der Nähe Barcelonas. Seine Basis: der modulare Querbaukasten von Volkswagen in einer Evolutionsstufe, die bei der Fahrzeuglänge ein Plus von fünf Zentimetern bringt. 

Als einer der Ersten greift neuerdings Volkswagen Konzernchef Herbert Diess in das Lenkrad eines Cupra Formentor. Diess verlieh seinem neuen Dienstwagen den Spitznamen „Batmobil“ – in Anlehnung an das kultig-geschwungene Gefährt von Comic-Superheld Batman. Der Namenspate für die tatsächliche Modellbezeichnung ist indes das Kap Formentor auf Mallorca. Mit diesem CUV will Cupra die Absatzzahlen im kommenden Jahr verdoppeln und mehr als eine Milliarde Euro Umsatz machen – auch durch „Cupra Garagen“, also spezialisierten Händlern. 

Durch eine langgezogene Front ergibt sich beim Formentor ein unverkennbarer Look, der aus der Fahrerperspektive gleichfalls kraftvoll wirkt. Unter dem Blechkleid sorgen 310 Pferdestärken und das 4Drive-Allradkonzept für Vortrieb. Beim Benziner stehen 1.644 Kilogramm zu Buche. Er ist eben ein SUV mit Coupé-Form. Trotz seines Gewichtes ist der Formentor durch das adaptive Fahrwerk und ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmetern aber kein behäbiger Geselle, sondern wird dem Anspruch nach Sportlichkeit gerecht. Kompromisslos sportlich: Das elektronische Stabilitätsprogramm kann per Knopfdruck auf der Mittelkonsole ausgestellt werden.

Wer von dem straffen Cupra-Fahrmodus samt kernigem Sound eine Auszeit möchte, dem stehen komfortablere und leisere Modi zur Verfügung. Etwa, um sich im zäh fließenden Stadtverkehr eher dem Entertainment via zentralem zwölf Zoll Display zu widmen. Um wieder in den „scharfen“ Cupra-Modus zu gelangen, reicht ein langer Druck auf die entsprechende Taste am Lenkrad: Fortan legt der Formentor die Zurückhaltung ab und wird zum ausdrucksstarken Spaßgefährt. Apropos Lenkrad: Das Sportlenkrad liegt gut in der Hand und weckt Motorsport-Feeling. Zum Marktstart gibt es das „Batmobil“ zunächst allein als Benziner mit Allradantrieb, zum Preis von rund 44.000 Euro in Deutschland. Für 2021 sind weitere Varianten als Plug-In-Hybrid und auch ein Diesel angekündigt. Mit dem Namenszusatz VZ, für das spanische Wort „Veloz“ (Geschwindigkeit), werden die leistungsstärksten Versionen versehen. 

Auch beim Vertrieb geht die junge Marke neue Wege: Nach Mexiko City eröffnete die Seat S.A. im September die erste „Cupra Garage“ in Europa. Mit Hamburg fiel die Wahl nicht nur auf Deutschlands „Tor zur Welt“, sondern auch auf die zweitgrößte Stadt des Landes, in dem weltweit die meisten Cupra Fahrzeuge verkauft werden. Inmitten vieler Wettbewerber auf der Hamburger Händlermeile im „Nedderfeld“ fällt die einzigartige Optik des neuen Standorts besonders ins Auge und betont die derzeitige Sonderstellung der spanischen Performance-Marke. Auf den 250 Quadratmetern Ausstellungsfläche finden fünf Fahrzeuge, wie zum Beispiel der aktuelle Cupra Leon oder Formentor, Platz. Hier begrüßt künftig ein Team von zwei „Cupra Mastern“ seine Kunden. In einem zusätzlichen Virtual-Reality-Raum erleben die Kunden Details künftiger Modelle. Hinzu kommen die 350 Quadratmeter große Werkstatt sowie einige Nebenflächen wie Verkaufsbüros, eine Fläche für den Verkauf von Motorsport- und Lifestyle- Artikeln sowie die Service-Annahme.

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