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Rallye Italia: Sardischer Staub und spanische Sieger

Nach einer coronabedingten Verschiebung startete am vergangenen Wochenende auf der italienischen Insel Sardinien der sechste Lauf der WRC (FIA – World Rally Championship). Die Strecken im Norden der Insel – über Schotter und Staub – verlangten einiges von Fahrern und Fahrzeugen. Den Sieg holten die Spanier Dani Sordo und Carlos del Barrio im Hyundai i20 Coupe WRC. Das Team fuhr bereits nach der vierten Prüfung an die Spitze der Wertung und hielt den Platz an der Sonne bis zum Schluss. So wiederholten sie ihren Sieg aus dem Vorjahr und setzten sich klar gegen den mehrfachen französischen Weltmeister Sebastién Ogier durch, der auf den dritten Rang rutschte. Sordos Hyundai-Teamkollege Thierry Neuville zog mit nur einer Sekunde Vorsprung an Ogier in dessen Toyota Yaris WRC vorbei. Durch den Doppelsieg kletterte Hyundai an die Spitze der Herstellerwertung. Hyundai Motorsport Teamchef Andrea Adamo kommentierte: „Wir freuen uns über den Doppelsieg in Sardinien und dass wir die Herstellerwertung anführen. Ich bin begeistert darüber, was dieses Team erneut geleistet hat und wie wir alle zusammenarbeiten, um unsere Ziele zu erreichen“. Der WM-Gesamtführende Elfyn Evans folgte auf Platz vier und konnte seine Position an der Spitze halten, auch wenn der Vorsprung auf Teamkollege Ogier ein wenig zusammenschrumpfte. Der bisherige Gesamtdritte und Vorjahresweltmeister Ott Tänak, ebenfalls Hyundai, schloss die Rallye auf Platz sechs ab und fiel so auf Platz vier hinter Thierry Neuville zurück. 

Sardischer Staub. Foto: Hyundai Motorsports

Die harten Bedingungen der Rallye setzten den Fahrzeugen gewaltig zu und so hatten mehrere Defekte einen Einfluss auf den Ausgang. Der Newcomer Kalle Rovanperä schied vorzeitig aus, weil sein Toyota Yaris WRC einen Baum streifte. Ähnlich ging es Teemu Suninen, der aufgrund eines Problems mit der Lichttechnik seines Ford Fiesta WRC stehenblieb aber trotzdem noch Fünfter wurde. 

Sardische Kurven. Foto: Hyundai Motorsport

Die Rally Italia Sardegna hielt also einige Überraschungen bereit: zwar war ein Sieg der spanischen Vorjahressieger Sordo und del Barrio nicht undenkbar, doch spielten sie in der bisherigen Saison noch keine große Rolle, da Sordo erst zum zweiten Mal in dieser Saison startete. Der sardische Staub war – ein wenig überraschend – ein ziemliches Handicap für die Teams, die sich aufgrund der Jahreszeit  schon auf Regen und Schlamm eingestellt hatten.

Am 20. November folgt der siebte Lauf der WRC im belgischen Ypern.

Das Podium der Rally Italia Sardegna. Foto: Hyundai Motorsport.
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