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Mietwagenpreise in Europa: Spanien und Frankreich werden teuer

Wer nach dem Corona-Lockdown in den Auslandsurlaub fliegt, sollte ein paar Euro extra für den Mietwagen mitnehmen. Gerade in beliebten Regionen sind die Preise zuletzt stark gestiegen.

Urlaub in Spanien ist wieder möglich – Mietwagennutzer müssen jedoch mit hohen Preisen rechnen. Gegenüber dem Vorjahr sind die Tagessätze für die Pkw-Leihe dort im Schnitt um 23 Prozent gestiegen, wie das Vermittlungsportal „Billiger-Mietwagen.de“ auf Basis von Buchungen seiner Nutzer ermittelt hat. Das stärkste Preisplus gab es mit knapp 45 Prozent in der Kompaktklasse, Kleinstwagen sind um 27 Prozent teurer geworden. Günstiger geworden sind lediglich Mittelklasseautos: Ihr Durchschnittspreis ist im Vergleich zu 2019 um 16 Prozent gesunken.

Mietwagen werden vielerorts teurer

Zwei Gründe spielen bei den Preiserhöhungen nach Einschätzung des Portals die Hauptrolle. Demnach sorgen zum einen die Corona-Hygieneregeln für einen höheren Personalaufwand bei der Fahrzeugreinigung, zum anderen haben offenbar viele Anbieter aufgrund der Reisebeschränkungen ihre Flotte verkleinert und auslaufende Fahrzeuge nicht mehr erneuert, wodurch das Angebot stark geschrumpft ist.

Frieder Bechtel vom Mietwagen-Portal hofft in diesem Zusammenhang auf eine langfristige Konsolidierung des durch Dumpingangebote dominierten Marktes und einen Abbau des Überangebots an Fahrzeugen. Das könnte langfristig auch den Kunden nutzen. Denn aktuell basiere das Geschäftsmodell vieler Anbieter in Ferienregionen darauf, den Mietern vor Ort teure Zusatzleistungen zu verkaufen, da mit der Vermietung allein kein Geld zu verdienen sei.

Auch in Frankreich und Italien müssen Mietwagennutzer mit höheren Kosten rechnen. Dort sind die Preise innerhalb eines Jahres um 10 Prozent beziehungsweise 6 Prozent gestiegen. Weniger stark wird die Urlaubskasse in Bulgarien (minus 42 Prozent), Portugal (minus 13 Prozent) und Österreich (minus 12 Prozent) belastet. Vor allem Kompaktautos sind dort deutlich günstiger als noch vor zwölf Monaten.

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