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Keckes Heck für den Arteon

Seit 2017 gibt es den Arteon in der Volkswagen-Produktpalette. Nun bekommt der Gran Turismo eine Produktaufwertung – und zwei neue Geschwister. In den Startlöchern stehen eine „Shooting Brake“-Variante und ein 320 PS-starker Arteon R.

Von Björn-Lars Blank & Tim Westermann

Erhält ein Coupé ein Steilheck, dessen Heckklappe an einen Kombi erinnert, wird das mit dem Begriff „Shooting Brake“ umschrieben. Auch Volkswagen nimmt ein solches Modell in sein Angebot auf. Die Heckpartie ist beim Shooting Brake per Definition der Hingucker. Ab der B-Säule ist der Arteon mit dem prägnanten Hinterteil komplett neugestaltet. Das Kofferraumvolumen beträgt 590 Liter, bei umgeklappter Rücksitzbank sind es gar 1632 Liter. Der Arteon Shooting Brake ist gewissermaßen ein ausdrucksstarker Lifestyle-Variant. Seine Mitbewerber sieht Volkswagen unter anderem in BMW 3er und 5er Touring sowie in den T-Modellen der Mercedes C- und E-Klasse.

Ob viertüriges Coupé oder Shooting Brake, bei der Motorisierung stehen vier Benziner, zwei Diesel und ein Plug-In Hybrid zur Auswahl. Die Palette bei den TSI-Benzinern reicht von 150 PS bis zu 320 PS beim Arteon R, wobei die kleine Motorisierung nicht in Deutschland erhältlich sein wird. Die TDI-Typen kommen mit 150 beziehungsweise 200 Pferdestärken daher und werden dank doppeltem SCR-Kat und Twindosing bis zu 80 Prozent weniger Stickoxide ausstoßen. Auch ein Plug-In-Hybrid ist verfügbar: Hier wird ein 1,4 Liter Turbo-Benziner mit einer E-Maschine kombiniert. Das System leistet 218 PS, die Batteriekapazität umfasst 13 Kilowattstunden, was für bis zu 54 Kilometer rein elektrische Reichweite sorgt. Zu erkennen ist der „eHybrid“ von vorne ganz einfach: Hier ist die LED-Lichtleiste an der Front nicht komplett durchgängig, da die Ladeklappe mittig verbaut ist. Die Verbrenner sind nach dem Facelift, oder der Produktaufwertung wie es im Fachjargon bezeichnet wird, ebenso leicht an der vollen Lichtleiste am Kühlergrill auszumachen.

Richtig „Dampf“ unter der Haube hat der Arteon R, den es ebenfalls in beiden Karosserievarianten gibt. 320 PS und ein Drehmoment von 420 Newtonmetern leistet das neue Mitglied der Arteon-Familie. Wie es sich für einen „R“ gehört, verfügt er über den Allradantrieb „4Motion“. Über sogenannte Torque Splitter wird das Drehmoment je nach Situation an die Räder übertragen. Vier kantige Endrohre, keine Zierblenden, sondern echte Auspuffrohre sowie ein mittig am Heck platziertes „R“ sind die Erkennungsmerkmale hinten. Vorne signalisiert ein sportiver Kühlergrill mitsamt eingefasstem R-Logo die Leistungsfähigkeit dieses Arteon. Der Sportler ist zudem um 20 Millimeter tiefer gelegt als die Serie.

Die Preise sind noch nicht bekannt, wohl aber, dass es drei Ausstattungslinien gibt: Arteon, Elegance und R-Line. Drei neue Farben, zwei Blautöne und eine rote Variante, sind wählbar. Assistiertes Fahren ist dank Hilfsprogrammen bis Tempo 210 möglich.

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