Klassiker

„Alleskönner. 70 Jahre Bulli-Republik Deutschland“ wird bis zum Jahresende 2020 verlängert

Angesichts der Auswirkungen des Corona-Virus verlängert das Volkswagen Automuseum an der Dieselstraße die Laufzeit der aktuellen Sonderausstellung „Alleskönner. 70 Jahre Bulli-Republik Deutschland“ bis zum Jahresende 2020.

Von Alexander Voigt

Zurzeit finden noch letzte Abstimmungen mit den zahlreichen Leihgebern der Exponate über die Marken des Volkswagen Konzerns hinaus statt. Zu den regulären Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag, von 10 bis 17 Uhr gelten bis auf weiteres die üblichen Corona-Schutzmaßnahmen inklusive des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes. Gruppenführungen, bis zu einer gemäß den allgemeinen Abstandsregeln sinnvollen Größe, sind weiterhin nach Absprache möglich.

Ergänzt wird die Sonderausstellung durch zwei Themenabende im Herbst: „Technik, Varianten und Export“ beleuchtet den weltweiten Erfolg des VW Typ 2 T1 „Bulli“ – so sein vollständiger Name. Ein „Wirtschaftswunderabend“ nimmt die Situation der ebenfalls ausgestellten Fremdfirmen Borgward „Goliath“, DKW, Ford, Lloyd oder Tempo im Vergleich zum Volkswagen „Bulli“ in den Fokus.

Unabhängig von der Sonderausstellung verschieben sich auch die anderen Zeitzeugen- und Technikabende in den Herbst beziehungsweise in Richtung des Jahresendes 2020: Veranstaltungen zum wegweisenden Konzeptfahrzeug ESVW1, zum jüngst überarbeiteten Exponat Biagini Passo (einem Ur-Ahn des aktuellen T-Roc Cabriolets auf Golf Country Basis) und ein „T4-Technikabend“ runden das Jahresprogramm an der Dieselstraße ab. Auch hier unterstützt tatkräftig der etwa 20-köpfige „Freundeskreis AutoMuseum“, der längst ein Zuhause an der Dieselstraße gefunden hat: Die Mitglieder sprühen vor Ideen- und Tatendrang und „fiebern“ der Nach-Corona-Zeit regelrecht entgegen.

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Zeitgemäß: Eberhard Kittler (hockend) und Mitglieder des Freundeskreises freuen sich hinter ihrem Mund-Nase-Schutz über die Wiedereröffnung des Automuseums Volkswagen. (Foto: Automuseum Volkswagen)

 

Hinter den Kulissen wird verstärkt an der Konsolidierung des Bestandes gearbeitet: Weitere automobile Neuzugänge sind im Anmarsch, und Dossiers zu den Prototypen der Sammlung entstehen: „Zum Teil eine echte Detektivarbeit unter Einbeziehung noch erreichbarer ehemaliger Mitarbeiter des jeweiligen Projektes“, gewährt Eberhard Kittler, Vorstand der Stiftung Automuseum Volkswagen, einen Einblick in die aktuelle Arbeit seines Teams. Besonders am Herzen liegt ihm die Aufarbeitung der überaus spannenden Technikhistorie von Volkswagen – auch hier sind zahlreiche Interviews anberaumt, um mit der Zeit verloren gehendes Wissen zu sichern und weiterzugeben. „Darüber hinaus wollen wir unsere Kontakte zu den zahlreichen Clubs der Marke Volkswagen auffrischen“, stellt Kittler in Aussicht.

Aber nicht nur das: Das Jahr 2021 soll mit einer neuen Sonderausstellung mit dem vorläufigen Arbeitstitel „Allradtechnik der Marke Volkswagen“ starten. Parallel dazu läuft dann eine neue Schau im Rahmen der „ArtMobil“-Kunstausstellungen an.

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