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Autostadt: Wiedereröffnung mit Corona Schutzmaßnahmen

Die Autostadt hat wieder geöffnet! Nach achtwöchiger Corona-bedingter Schließphase ist die Freude in Wolfsburg groß! Bereits seit Anfang der Woche können Gäste von 10 bis 17 Uhr wieder den Park direkt am Mittellandkanal erkunden, das Zeithaus und die Markenpavillons besichtigen sowie die Gastronomie genießen.

Von Alexander Voigt

Allerdings sind längst nicht alle Bereiche wieder geöffnet, und es gibt, wie überall, zahlreiche mit den Behörden abgestimmte Hygienemaßnahmen zu beachten. Neben den Ausstellungen „Get ready for ID.“ und „LEVEL GREEN“ laden auch das Metropol, die ZeitReise und der Volkswagen Zubehörshop zu einem Bummel ein. Die Fahrzeugauslieferungen im Kundencenter nehmen ebenfalls wieder Fahrt auf: Handelskunden können bereits seit dem 24. April ihr Fahrzeug in der Autostadt in Empfang nehmen. Durch das wachsende Interesse, die Attraktionen der Autostadt zu erleben und das Neufahrzeug direkt in Wolfsburg abzuholen, wächst auch hier das tägliche Auslieferungsvolumen.

Wiedereröffnung der Autostadt.
Wiedereröffnung der Autostadt: Roland Clement, Vorsitzender der Geschäftsführung, zeigt auf Hinweise der jeweiligen Gäste Obergrenzen (Foto: Autostadt)

Zu den Sicherheitsvorkehrungen in der Autostadt zählen Abstandsmarkierungen, über 1.000 neu verbaute Plexiglasscheiben und Mund-Nasen-Schutz der Mitarbeiter in Bereichen mit direktem Kundenkontakt. Wo es möglich ist, wurde auf kontaktlose Prozesse (Bezahlvorgänge, Türen) umgestellt. Die Wegeführung wurde im Sinne des Abstandsgebots verändert.  Gäste und Kunden in den Shops, Ausstellungen, im Museum, den Markenpavillons sowie in der Bäckerei „Das Brot.“ sind verpflichtet, ebenfalls einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Autostadt bittet alle Besucherinnen und Besucher, diese Regelungen zu beachten.

Darüber hinaus gibt es nun rund 130 Desinfektionsspender in der gesamten Autostadt, einen Thermalscanner zum Fiebermessen, Monitore und Schilder, die zusätzlich auf die neue Hausordnung samt der Hygienemaßnahmen aufmerksam machen. Jeder Bereich hat zudem eine eigene Besuchergrenze: 300 Menschen können sich gleichzeitig in der riesigen Eingangshalle aufhalten, 90 im Zeithaus, eine Person im Fahrstuhl – es sei denn, es ist eine Person mit Begleiter, also etwa ein Kind oder jemand mit Behinderung.

Wie Roland Clement, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Autostadt bei einem Presserundgang betonte, solle so überall gewährleistet werden, dass Besucher sowie Mitarbeiter einander nicht näher als zwei Meter kommen. „Wir wollen Begegnungsverkehr so gut es geht vermeiden“, sagte Clement. Daher gibt es einen getrennten Ein- und Ausgang in allen Gebäuden. Der Gang durch den Park ist zu einem Rundweg geworden. Noch vor dem Eingang markieren die ersten von rund 2.500 neuen Aufkleber auf dem Boden, wo man warten soll – ähnlich wie im Supermarkt, nur im besonderen, einheitlichen Design der Autostadt: „Wir möchten, dass sich die Menschen weiterhin willkommen fühlen“, so Clement. Daher sind auf den Aufklebern Sprüche mit automobilem Witz gedruckt oder auch mal ein kleines Quiz, das die Wartezeit verkürzen soll.

Clement weiter: „Gemeinsam haben wir alle Prozesse überarbeitet, um unseren Gästen den größtmöglichen Sicherheitsstandard zu bieten. Dafür gilt allen Kolleginnen und Kollegen mein herzlicher Dank. Auch unsere Besucherinnen und Besucher, das zeigen uns erste Anfragen, freuen sich sehr darauf, den Frühling bei uns zu genießen.“

Wer in der Autostadt speisen möchte, kann das ebenfalls wieder tun. „Das Brot“, die „Lagune“, die Pizzeria „A Mano“, der „Beefclub“ haben geöffnet. Die Öffnungszeiten sind gestaffelt, so dass von 7.30 Uhr bis 22 Uhr durchgehend etwas angeboten werden kann. „Die Abläufe sind sehr geregelt“, erläuterte Thorsten Pitt, Direktor der Autostadt-Restaurants. Die Gäste werden platziert, höchstens die Hälfte der Plätze besetzt. Die Gäste desinfizieren sich die Hände, auf den Tischen gibt es keinerlei Dekorationen, dafür Einmal-Speisekarten. „Gleich am ersten Tag kamen 90 Gäste ins „A Mano“, damit sind wir ganz zufrieden“, so Pitt weiter. In Planung sei außerdem eine Art „Drive-Through“-Angebot, verrät Roland Clement.

Wiedereröffnung der Autostadt.
Wiedereröffnung der Autostadt: Thorsten Pitt erläutert das Gastronomie Konzept (Foto: Autostadt)

Auch Fahrsicherheitstrainings mit dem eigenen Fahrzeug sowie das Motorradtraining sind wieder möglich. „Wichtig ist, dass die Gäste ein sicheres Gefühl haben“, sagt Parkleiter Jan Malte Kistler: „In geschlossenen Bereichen, wie bei einer gemeinsamen Probefahrt, mit einem Instrukteur auf dem Geländeparcours oder bei der Turmfahrt, können wir keinen Abstand gewährleisten. Da, wo es nicht geht, öffnen wir auch nicht.“ Die Situation werde dabei ständig neu bewertet. In jedem Fall werden alle Fahrzeuge, die prinzipiell auch von innen angeschaut werden dürfen, nach jedem Besucher desinfiziert: Bei den Nutzfahrzeugen ist die Sache noch am einfachsten: Wenn eine Person den Fahrerbereich des Bullis unter die Lupe nimmt und eine zweite den hinteren Sitzbereich, können zwei Meter Abstand eingehalten werden. Anders ist das zum Beispiel beim Up. Und sogar Führungen sind prinzipiell wieder möglich, jedoch auf fünf Teilnehmer begrenzt, damit der Sicherheitsabstand eingehalten werden kann.

Noch seien keine Besucheranstürme zu spüren, so Pressesprecherin Anja Kress: „Wir haben noch nicht das ganz große Volumen erreicht. Aber das ist ja auch klar.“ Zumindest sei der Andrang besser als gedacht. Und: „Die Kurve zeigt steil nach oben“, zeigt sich Geschäftsführer Roland Clement optimistisch. Abschließend verrät Kress noch einen der nächsten Schritte: „Wir arbeiten an einem Corona-gerechten Sommerprogramm für die Autostadt!“

 

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