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Achter GTI Streich ist breiter und agiler

Als der Golf GTI 1975 der staunenden Weltöffentlichkeit erstmals präsentiert wurde, war noch nicht abzusehen welche Erfolgsgeschichte sich daraus entwickeln würde. Ursprünglich als Kleinserie mit 5000 Fahrzeugen geplant, sind mittlerweile sind mehr als 2,3 Millionen Einheiten vom Golf GTI von den Produktionsbändern gelaufen. Angekommen ist die GTI-Familie nun in der achten Generation. Und die kommt breiter und agiler als je zuvor daher.

Von Tim Westermann & Björn-Lars Blank

Digitaler ebenso, aber das versteht sich angesichts der voll vernetzten aktuellen Golf-Baureihe fast von selbst. „Der GTI hat mehr Präsenz in der Breitenwirkung“, erklärt Klaus Bischoff die Linien dieses neuen Volkswagen-Sprosses. Der Chefdesigner des Volkswagen Konzerns führt weiter aus, dass „Der neue Golf GTI einen sehr niedrigen visuellen Schwerpunkt hat, den wir durch die breiten Lufteinlässe vorn und die ausgeprägte Schulterlinie erzielen. Diese souveräne Sportlichkeit bringt das Potential des Wagens ästhetisch zum Ausdruck.“ Leicht verschlankt wurde hingegen der GTI Schriftzug, der nun mittig am Heck platziert ist.

Bei der Fahrdynamik versprechen Volkswagens Entwickler einen signifikanten Sprung nach vorne. Mehr Grip in Kurven, dadurch höhere Grenzgeschwindigkeiten sowie agileres Fahrverhalten hatten sich die Wolfsburger Fahrwerksexperten in das Lastenheft für den GTI der achten Generation geschrieben. Um das abzusichern, „knöpfte“ sich Rennfahrer Benjamin Leuchter den sportlichen Golf auf der konzerneigenen Teststrecke in Ehra-Lessien vor. Fast vier Sekunden schneller als im Vorgänger GTI „Performance“ sei er dabei auf dem Handlingkurs gewesen.

Story ‘I love this car’
Rennfahrer und Volkswagen-Werksfahrer Benjamin Leuchter am Steuer des neuen Golf GTI (Foto: Volkswagen)

Neu abgestimmt wurden die Querlenker an Vorder- und Hinterachse. Vorne wurden drei Kilogramm gegenüber dem Vorgänger-GTI eingespart: ein steifigkeitsoptimierter Aluminiumrahmen macht dies möglich. Die Federung wurde ebenso an beiden Achsen neu abgestimmt. Vorne ist die Federrate fünf Prozent höher, an der Hinterachse sind es gar 15 Prozent. Serienmäßig an Bord ist auch wieder die elektronisch geregelte Vorderachsquersperre (XDS). Sie soll den Traktionsnachteil, den Fronttriebler für gewöhnlich in schnellen Kurven haben, egalisieren und zu noch mehr Fahrspaß und Agilität beitragen. Optional ist das geregelte Dämpfersystem DCC (Dynamic Chassis Control), mit dem der GTI zum „Kurvenräuber“ wird. Bis zu 200-mal in der Sekunde sorgt eine individuelle Raddämpfung für die präzise Umsetzung der Lenkbefehle.

Angetrieben wird der neue Golf GTI von einem 245 PS-starken Turbobenziner, der ein maximales Drehmoment von 370 Newtonmetern leistet. Eine Version mit noch mehr Pferdestärken soll folgen. Der Verbrauchswert und die Angabe für den Spurt von null auf einhundert Stundenkilometer ist hingegen noch nicht bekannt. Erst nach der amtlichen Homologationsfreigabe werden die Werte öffentlich. Mit dem Vorverkauf soll es indes schon in den Sommermonaten losgehen.

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