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Überraschende Tendenz: VW kann Absatz in China steigern

Während die Automobilbranche in Europa aufgrund des Coronavirus Gefahr läuft, in eine Rezession zu schlittern, verzeichnet Volkswagen beim Absatz in China eine durchaus überraschend positive Tendenz.

Von Fynn Göttsche und Hermann Hay

Während hier zu Lande heftig über Konjunktur-Modelle wie etwa einer staatlichen Kaufprämie diskutiert wird, überrascht Volkswagen-Chef Herbert Diess mit einem Post auf seinem Social-Media Account bei LinkedIn: „Während in Europa und Amerika eine tiefe Rezession droht, meldet China für April beeindruckende Ergebnisse“, schreibt Diess und fügt an: „Nur zehn Wochen nach dem Corona-Ausbruch konnten wir ein Verkaufsergebnis über dem Vorjahresniveau einfahren! Der Marktanteil stieg um 1,7 Prozentpunkte auf rund 21 Prozent.“ Ursächlich hierfür sei eine Verschiebung der Marktanteile zugunsten der eigenen Marken wie Porsche, Audi und Bentley, sowie der Kernmarke VW.

VW kann Absatz in China steigern
Volkswagen Chef Herbert Diess erfreut sich eines positiven Trends auf dem chinesischen Markt.

Andererseits profitiert der VW-Konzern sehr stark von Erstkunden in China. Sechs von zehn Kunden in China kaufen derzeit ihr erstes Auto überhaupt. Nicht nur der gestiegene Wohlstand der chinesischen Bevölkerung macht dies möglich, sondern vor Allem die Angst vor Corona fungiert als Absatz-Turbo, wie Diess berichtet. Aufgrund der Angst vor Ansteckung mit dem Virus meiden viele Chinesen die Öffentlichen Verkehrsmittel und steigen auf die Sicherheit des eigenen PKW um. Besonders die Modellreihe Jetta, die VW in China als junge Einstiegsmarke präsentiert, konnte mit 13.500 Auslieferungen fast ein Prozent Marktanteil erreichen. „Chinas Automarkt hat also besondere Chancen im wirtschaftlichen Aufholprozess“, schließt Diess daraus in seinem Linkedin-Artikel. Außerdem lobt er VW-China-Chef Stephan Wöllenstein für das Krisenmanagement im Land des Corona-Ausbruchs.

Der Eintrag von VW-Chef Herbert Diess auf LinkedIn
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