Allgemein

VW Tiguan durchbricht die 6-Millionenmarke

Meilenstein eines Bestsellers: Der Volkswagen Tiguan hat in diesem Frühjahr die Produktionsschallmauer von sechs Millionen Exemplaren durchbrochen. Allein 2019 wurden 910.926 Exemplare des SUV gefertigt. Dabei fuhr in einem der vier Tiguan Werke – neben dem Stammsitz in Wolfsburg sind dies Puebla, Kaluga und Shanghai – in vier Zeitzonen auf drei Kontinenten durchschnittlich alle 35 Sekunden ein Exemplar vom Band.

Von Alexander Voigt

Meilenstein eines Bestsellers: Der Volkswagen Tiguan hat in diesem Frühjahr die Produktionsschallmauer von sechs Millionen Exemplaren durchbrochen. Allein 2019 wurden 910.926 Exemplare des SUV gefertigt. Dabei fuhr in einem der vier Tiguan Werke – neben dem Stammsitz in Wolfsburg sind dies Puebla, Kaluga und Shanghai – in vier Zeitzonen auf drei Kontinenten durchschnittlich alle 35 Sekunden ein Exemplar vom Band. Der Allrounder wird in rund 80 Prozent aller Länder der Erde angeboten und hat sich damit zum meistverkauften Auto der Marke und des Konzerns entwickelt. In Europa ist er das erfolgreichste SUV auf dem Markt. Die Wolfsburger sprechen längst von einem die Marke prägenden Modell – neben dem Golf, weltweit dem Jetta und dem Passat. Hendrik Muth, Leiter Produktmarketing der Marke Volkswagen sieht auch bei seinen erfolgreichen „kleinen Brüdern“ – dem T-Roc und dem T-Cross – noch „großes Wachstumspotential“.

Der VW Tiguan wurde mittlerweile mehr als 6-Millionen Mal verkauft
Der VW Tiguan wurde mittlerweile mehr als 6-Millionen Mal verkauft

Die erste Generation des Tiguan wurde 2007 als Weltpremiere auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt präsentiert. Noch im selben Jahr kam das SUV auf den Markt. In Deutschland eroberte er aus dem Stand heraus die Position des erfolgreichsten SUV. 2011 debütierte die erste, große Produktaufwertung des Bestsellers: Das Jahresvolumen durchbrach in der Folgezeit erstmals die Grenze von 500.000 Exemplaren. Im April 2016 kam die zweite Tiguan Generation auf den Markt. Seitdem basiert das SUV auf dem Modularen Querbaukasten (MQB). Die neuen Proportionen lieferten die Steilvorlage für ein dynamisches SUV-Design: Innen gab es dank des Plus an Radstand signifikant mehr Raum. Neue Assistenzsysteme verbesserten die aktive Sicherheit.

Weiter an Bedeutung gewann die Baureihe 2017 durch das Debüt eines zweiten Tiguan Modells – einer um mehr als 20 Zentimeter längeren XL-Version, mit einem um 110 mm längeren Radstand und bis zu sieben Sitzplätzen. Die neue Karosserieversion beschleunigte den Erfolg der Baureihe noch einmal: Aktuell verlassen 55 Prozent aller Tiguan die Produktionsstraßen mit dem langen Radstand. In Amerika bietet Volkswagen den Tiguan der zweiten Generation ausschließlich in der langen Version an. Auf den europäischen Märkten und in vielen weiteren Ländern ist das Modell mit langem Radstand indes als Tiguan Allspace bekannt. In Deutschland ist immerhin jeder vierte Tiguan ein Allspace. Die in China angebotene XL-Version ist dort als Tiguan L ein Erfolgsmodell.

Über die zwei Generationen hinweg hat sich der Tiguan zu einem der drei erfolgreichsten Sport Utility Vehicle der Welt entwickelt. Jetzt erhalten beide Versionen ein „Update“. Noch im Jahr 2020 wird eine große technische Optimierung gepaart mit einem neuen Design das nächste Kapitel der Tiguan Erfolgsstory einleiten. Der Bestseller bekommt ein komplett überarbeitetes Front-Design. LED-Scheinwerfer werden Standard und betonen ebenfalls die neue Dynamik, wie die aktuell veröffentlichte Design-Skizze beweist. Bei der Digitalisierung eifert das Tiguan-Update dem Golf 8 nach. Der MEB 3 bringt Sprachsteuerung und integrierte VW-We-Services. Darüber hinaus erhöht sich der Serienanteil des Digital Cockpit und der Travel Assist der neuesten Version hält im Tiguan Einzug.

Neben nachhaltigeren Antrieben (die bekannten 2.0-TDI Evo und 1.5-TSI Evo mit Twin-Dosing beziehungsweise optimiertem Brennverfahren) wird der Tiguan auch für Europa elektrifiziert: Begonnen wird mit einer neuen Variante mit Plug-In-Hybridantrieb (PHEV) unter dem Label „eHybrid“. Darüber hinaus wird „zeitnah“, so Hendrik Muth, mit einem Performance-Modell zu rechnen sein, über dessen konkrete Bezeichnung man aber am Nordufer des Mittellandkanals noch den Mantel des Schweigens legt.

%d Bloggern gefällt das: