KOMMENTAR

Techno Classica: Weltweit größte Oldtimer-Messe wird verschoben

Die Spatzen pfiffen es längst von den Dächern. Dennoch stellten sich die Veranstalter bis zuletzt taub. Und noch immer ist es nicht offiziell seitens des Veranstalters verkündet. Fakt ist dennoch: Die weltgrößte Oldtimer-Messe Techno Classica findet nicht wie geplant vom 25. bis 29. März statt.

Von Hermann Hay

Wenig überraschend hat das Corona-Virus auch die Techno Classica erwischt. Wie bereits seit Ende vergangener Woche aus Ausstellerkreisen durchsickerte, wird die Veranstaltergesellschaft S.I.H.A. die weltgrößte Oldtimer-Messe in den Juni verlegen. Hinter den Kulissen hat man sich wohl auch schon auf einen Ausweichtermin verständigt. Demnach soll die Ausstellung in der Zeit vom 17. bis 21. Juni über die Bühne gehen.

Der Entscheidung waren lange Gespräche zwischen den verunsicherten Ausstellern und der S.I.H.A. vorausgegangen. Ähnlich wie beim Autosalon in Genf hatten die Verantwortlichen auf eine klare Aussage der örtlichen Behörden gewartet. Diese hatten sich bislang zurückgehalten, lediglich vage ihre Bedenken kund getan.

Das Dilemma der Organisatoren ist nachvollziehbar. Denn: Gesundheitliche Aspekte sind bei den Überlegungen nur eine Seite der Medaille. Auf der anderen – und offenbar wichtigeren – geht es ums Geld. Um sehr viel Geld. Im Klartext: Wer bleibt auf den Kosten bei einer Absage sitzen? Bei einer Absage durch das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) mit Hinweis auf die gesundheitliche Gefährdung bei Großveranstaltungen, wäre dies ein Fall von „Höherer Gewalt“ gewesen. Nach Einschätzung der Experten wären rein rechtlich betrachtet dann viele Verträge zwischen Ausstellern, Veranstalter und Messegesellschaft hinfällig geworden. Ganz anders sieht es im Falle der jetzt beschlossenen, aber noch nicht verkündeten Verschiebung aus. In diesem Szenario bleiben die geschlossenen Verträge wirksam.

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