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Weltpremiere: Cupra Formentor kommt mit 310 PS

Nach der Absage des Genfer Automobilsalons aufgrund des Corona-Virus feierte der Cupra Formentor seine Weltpremiere mittels einer Online-Präsentation.

Von Alexander Voigt und Hermann Hay

Das erste reine, nicht von einem Seat abgeleitete Cupra Modell kommt zur richtigen Zeit: „2019 war das beste Jahr in unserer Geschichte. Wir waren die am schnellsten wachsende Volumenmarke in Europa und haben das dritte Jahr in Folge ein Wachstum im zweistelligen Bereich erzielt. Und das bei abflauender Konjunktur“, so der kommissarische Seat Vorstandsvorsitzende Carsten Isensee während der Online-Übertragung. Und weiter: „Wir konnten unsere positive Entwicklung Anfang 2020 fortsetzen und sind trotz der vor uns liegenden Herausforderungen für die Zukunft gut aufgestellt.“

Geballte Power: Als 2,0 Liter Benziner kommt der Formender mit 310 PS auf den Markt
Geballte Power: Als 2,0 Liter Benziner kommt der Formender mit 310 PS auf den Markt

Die Seat-Sportmarke Cupra hat in den vergangenen beiden Jahren 40.000 Fahrzeuge verkauft. Davon allein im vergangenen Jahr 25.000 Stück. Seat-Vorstand für Vertrieb und Marketing sowie Cupra-CEO Wayne Griffiths betont die Bedeutung von Cupra: „Der Marke kommt eine entscheidende Rolle bei der Erreichung des Ziels zu, den Schwerpunkt von Seat hin zu noch emotionaleren Modellen zu verschieben“. Das strategische Ziel, zehn Prozent des Seat-Umsatzes zu erzielen, dürfte mit dem Formentor für Cupra erreichbar sein.

Bereits als Studie begeisterte das neue, nach einer Landzunge im Norden Mallorcas benannte CUV (Crossover Utility Vehicle). Die von Wind und Wetter geformten Felsen der Halbinsel dienten dem Seat Design als Inspiration für die markanten Seitenschweller, die eine besondere Dynamik und Emotion ausstrahlen. Die Karosserie des Formentor erinnert an die Robustheit eines Allradfahrzeugs, während seine fein gezeichnete Silhouette an ein Coupé angelehnt ist.

Die Heck-Partie des Formentor
Die Heck-Partie des Formentor

Die visuelle Betonung des Fahrzeugs liegt auf dem Heck mit seinem 450 Liter fassenden Kofferraum und einem durchgehenden Leuchtband, das den sportlichen Auftritt unterstreicht. Im Innenraum setzen gebürstetes dunkles Aluminium und Kupferdetails Akzente. Die mit Leder bezogenen Schalensitze sind statt in Schwarz auch in Petrolblau erhältlich. Das Lenkrad enthält den Motor-Startknopf und die Auswahltaste für den Cupra-Fahrmodus. Die Full-LED-Ambientebeleuchtung des Armaturenbretts verläuft über die gesamte Front und entlang der Türen und übernimmt auch Warnfunktionen, wie die des Toter-Winkel-Assistenten oder des Ausstiegsassistenten. Darüber hinaus wird das Armaturenbrett durch einen 12-Zoll-Panoramic-Floating-Screen mit Online-Navigationsfunktionen ergänzt.

Wayne Griffiths und Carsten Isensee mit dem Cupra Formentor
Wayne Griffiths und Carsten Isensee mit dem Cupra Formentor

Der Cupra Formentor wird mit zwei hochleistungsfähigen Motorisierungskonzepten auf den Markt kommen, die den sportlichen Anspruch der Marke zum Ausdruck bringen. Extrem sportlich ist man mit dem 228 kW/310 PS und 400 Newtonmeter starken 2,0-Liter-Benziner unterwegs – serienmäßig mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb ausgestattet. Alternativ gibt es eine Plug-in-Hybridvariante, bei der ein 1,4-Liter-Benziner und ein E-Motor kombiniert ihre Arbeit verrichten und für eine Systemleistung von 180 kW/245 PS bei 400 Newtonmeter sorgen. Dank einer 13 kWh großen Lithium-Ionen-Batterie soll rein elektrisches Fahren mit bis zu 50 Kilometer Reichweite möglich sein. Das sportliche Fahrerlebnis unterstreichen in beiden Fällen zudem ein speziell abgestimmtes DCC-Adaptiv-Fahrwerk und eine progressiv ausgelegte Lenkung.

Ausgeliefert werden soll der Cupra Formentor im letzten Quartal 2020. Damit ist er Bestandteil der aktuellen Hybrid-Strategie des Volkswagen Konzerns, die allein Seat und Cupra seit Ende 2019 bis einschließlich 2021 sechs neue Plug-In-Hybrid Modelle bescheren wird.

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