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E-„Up-Grade“ für echte Volkswagen

Nach der Golf 8-Weltpremiere in Wolfsburg und dem Start der Serienfertigung des ID.3 in Zwickau in Anwesenheit der Bundeskanzlerin kommen in diesen Tagen im Volkswagen Konzern die „Kleinen“ groß raus. Zurzeit erfolgen quer durch Europa die Fahrpräsentationen des Volkswagen E-Up, des Seat Mii Electric und des Skoda Citigo-E iV.

Von Alexander Voigt

Da es den E-Up bereits seit Ende 2013 gibt, sprechen das Volkswagen Marketing und die Kommunikationsabteilung vom „Up-Grade“ und bezeichnen damit die entscheidende Optimierung: Die neue 36,8 kWh (32,3 kWh netto) starke Batterie erhöht die Reichweite des E-Up (und damit auch die seiner beiden Schwester-Modelle) auf rund 260 praxisnahe Kilometer.

Damit kann ein durchschnittlicher Pendler seine tägliche Strecke von etwa 35 Kilometern bis zu siebenmal absolvieren, bevor er wieder zum Nachladen rollen sollte. Verfügt der E-Up über einen optionalen CCS-Ladeanschluss, lässt sich sein Akku per Gleichstrom in einer Stunde auf bis zu 80 Prozent seiner Leistung wieder laden. Eine 7,2 kW starke Wallbox benötigt dafür gute vier Stunden; das Laden über die einfache Steckdose (2,3 kW) ungefähr 13 Stunden. Mit diesen Zahlen werden die drei aufgewerteten beziehungsweise neuen Modelle des Volkswagen Konzerns zu einer echten, elektrischen Alternative für das tägliche Fahren im lokalen und regionalen Bereich. Vor allem auch für Flottenkunden, wenn man an die A00-Segment-Armadas der Pflegedienste und Lieferservices denkt.

Zusätzlich zur Reichweitenerhöhung wurde der Preis gesenkt: Der Volkswagen E-Up rollt zu seiner Markteinführung in Deutschland in der zweiten Woche des Jahres 2020 für einen Basispreis von 21.975 Euro zu den Händlern. Abzüglich des bisher gültigen Klimabonus des Herstellers und der Umweltprämie in Höhe von zusammen 4.380 Euro sinkt der Anschaffungspreis auf 17.595 Euro. Durch die bereits beschlossene Erhöhung der staatlichen Förderung dürften sich die Anschaffungskosten der kleinen E-Flitzer um weitere 2.000,- Euro reduzieren. Und wer meint, auf das neue Volkswagen Logo verzichten zu können, kann seinen Geldbeutel mit einem Seat- oder Skoda- Interieur/Exterieur noch weiter schonen.

Die Privat-Leasing Raten beginnen zurzeit bei 145 Euro (Seat und Skoda) und 159 Euro für den Volkswagen pro Monat. Durchaus interessant, wenn – wie in diesem Herbst – die Stromkosten für 100 Kilometer Strecke bei weniger als vier Euro liegen.

Alle drei Einstiegsmodelle in die elektrische Mobilität benötigen rund zwölf Sekunden für den Spurt von null auf 100 Stundenkilometer. Der E-Motor – eine „Permanentmagneterregte Synchronmaschine (PSM)“, so die korrekte technische Bezeichnung, leistet in der Spitze 61 kW (83 PS) und schickt aus dem Stand heraus 212 Newtonmeter Drehmoment über ein einstufiges Getriebe an die Vorderachse. Ohne die Schaltpausen eines konventionellen Getriebes lässt man damit beinahe jeden Konzern-Kollegen aus Stuttgart oder Ingolstadt bei einem Ampelstart hinter sich. Der tiefe Schwerpunkt – die Lithium-Ionen-Batterie liegt unter dem Fahrzeugboden – sorgt für ein agiles Handling. Und die bei 130 Stundenkilometer begrenzte Höchstgeschwindigkeit ist für den Alltag in einem urbanen Raum absolut ausreichend.

Es ist genau diese Kombination aus Fahrleistungen und Fahrspaß, inzwischen erlangter Alltagstauglichkeit und planbarer Kosten, die die Faszination E-Mobilität begründen wird. Angesichts der drei kleinen, neuen Einstiegsstromer des Volkswagen Konzerns kann man nur schließen mit: Unbedingt ausprobieren!

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