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James Bond Kulisse für den ID.Buggy in Chantilly

Renault, BMW, McLaren oder Porsche – viele Automobilhersteller blicken auf eine erfolgreiche Historie zurück. Ob im Motorsport oder aber auf Ikonenhafte Modelle. Was sie alle vereint sind Tradition, Heritage und zukunftsweisende Technologien und Designs. Bei Concours-Veranstaltungen buhlen die automobilen Sprösslinge jeder Marke um die Gunst von Jury und Publikum. So auch beim prestigeträchtigen Concours im französischen Chantilly. Neben einem Fahrservice schickte Lexus mit dem LC Cabriolet Konzeptfahrzeug einen Kandidaten in den Wettbewerb. Die Volkswagen-Studie ID.Buggy gewann den prestigeträchtigen Publikumspreis beim Arts und Elegance Richard Mille 2019.

Von Tim Westermann

Was ist ein Concours? Ein Concours ist salopp ausgedrückt nichts anderes als ein Schönheitswettbewerb für Autos. In den Jahren vor dem zweiten Weltkrieg gab es diese Events überall, wo sich das betuchte Publikum tummelte. Heute gibt es sie immer noch – wenn auch vereinzelt. Neben dem Concorso d´Eleganza an der Villa d´Este am Comer See und dem Concours in Pebble Beach (Kalifornien) gehört die automobile Nobelparade im französischen Chantilly zu den Highlights einer jeden Oldtimer-Saison. Am vergangenen Wochenende traf sich die Szene am gleichnamigen Schloss nordöstlich von Paris, um einmal mehr ihre „Chromjuwelen“ zu küren. Und mittendrin in einer von zwölf Wertungsklassen gewann der Volkswagen ID.Buggy den prestigeträchtigen Publikumspreis.

Solch ein Schaulaufen automobiler Preziosen lockt auch stets ein extravagantes Publikum an. Außergewöhnlich ist mitunter immer auch die Haute Couture der französischen Modezaren. So besticht der Concours in Chantilly im Gegensatz zu seinen weltweiten Pendants mit einem Alleinstellungsmerkmal: Hier steht nicht allein das Design-Blechkleid eines Automobils im Fokus der Jurywertung. Auch das Model im auf die Farben des Autos abgestimmten Stoffkleid einer Haute Couture Schöpfung ist entscheidend. So defilieren Auto und Model Seite an Seite durch das Rund vor malerischer Schlosskulisse, um die Jury zu beeindrucken.

Volkswagen Chefdesigner Klaus Bischoff, Vater des rein elektrisch angetriebenen ID.Buggy, lenkte seine grüne Kreation höchstpersönlich im Schlossgarten und ist mit einem Lächeln davon überzeugt, dass „Elektromobilität längst nicht emotionslos sein muss. Vielmehr gibt uns der Modulare Elektrifizierungsbaukasten (MEB) unzählige Möglichkeiten beim Fahrzeugdesign in die Hand, was unsere Aufgabe beim Entwurf neuer Modelle noch spannender macht.“

Beim ID.Buggy waren es neben der passenden Haute Couture Robe von Mode-Designerin Ann Demeulemeester offenbar die Reize von Strandfeeling, Lifestyle und den von Bischoff und seinem Team neu interpretierten klassischen Linien der kultigen Dune-Buggys aus den 1970ern, die das Publikum begeisterten. Selbst Roger Moore alias Commander James Bond hätte diesen „kleidsamen“ Reizen nur schwer wiederstehen können, wurde doch an gleichem Ort im Jahr 1985 mit „Im Angesicht des Todes“ der 14. Agentenstreifen der Kult-Filmreihe gedreht.

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