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Business Class, „Pocket Rocket“ und ID. Buggy begeistern am Lac Leman

Volkswagen glänzt auf dem diesjährigen Automobil-Salon in Genf mit insgesamt vier Weltpremieren und erbringt nebenher den Beweis, zu welch coolen Modellen die Digitalisierung und die Elektrifizierung der Produktpalette führen wird.

Von Alexander Voigt und Tim Westermann

Zum Auftakt begeisterte bereits der neue Passat (B8 II) das in Sichtweite des Genfer Sees versammelte Fachpublikum. Die neue „Business Class“ von Volkswagen richtet sich eindeutig an Vielfahrer, denen ein bisher unbekanntes Level von Komfort, Sicherheit und Konnektivität geboten wird. Herausragend sind neben der nächsten Generation der Fahrassistenzsysteme, angeführt vom „Travel Assist“, vor allem die LED-Scheinwerfer, die bisher nur der neue Touareg aufweisen konnte. 

Wer einen ganz besonderen Passat fahren möchte, muss sich beeilen. Zur Einführung der neuen Generation des weltweit erfolgreichsten Mittelklasse-Fahrzeuges werden von der Passat R-Line Edition insgesamt nur 2.000 Exemplare auf den Markt kommen – ausschließlich als Variant. Das Sondermodell ist im neuen Farbton „Mondsteingrau“ lackiert. Darauf abgestimmt sind als Kontrast zahlreiche schwarze Features – allen voran das in hochglänzendem Schwarz gehaltene Dach. In diese Farbgebung integriert wurden zudem die dunklen LED-Rückleuchten und die hochglänzenden, schwarzen 19-Zoll-Leichtmetallräder.

Bevor noch Ende 2019 der erste vollelektrische Volkswagen aus der markeneigenen ID.-Familie vorgestellt wird, präsentieren die Wolfsburger in Genf die traditionell angetriebene „Pocket Rocket“, so Jürgen Stackmann, Volkswagen Markenvorstand für Vertrieb, Marketing und After Sales. Der T-Roc R wird im Sommer diesen Jahres auf den Markt kommen und in 4,9 Sekunden von null auf Tempo 100 beschleunigen. Das obere Ende der VW-Produktpalette wird nach dem Genfer Automobil-Salon der Touareg V8 TDI bilden. Der 310 kW / 421-PS-TDI erreicht ein maximales Drehmoment von 900 Nm, ist damit das stärkste Diesel-SUV eines deutschen Automobilherstellers und erfüllt trotzdem die Abgasnorm Euro 6d-TEMP.

Die spektakulärste Volkswagen Weltpremiere ist jedoch mit Abstand der ID. Buggy. Die Wolfsburger zeigen damit selbst, welche kultigen Fahrzeugkonzepte auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) möglich sein werden. Nachdem bereits im Rahmen der „Group Night“ am Montag Abend bekanntgegeben wurde, dass auch Drittanbieter Zugang zum MEB erhalten werden, um eigene Karosserieformen zu realisieren, knüpft Volkswagen mit dem ID. Buggy an die legendären Strand- und Spaß-Mobile auf Käferbasis an. Sollte das Concept Car ID. Buggy Wirklichkeit werden, dürfte Volkswagen auch mit diesem Modell stilbewusste Lifestyle-Kunden ansprechen. 

Die zweite (neue) Wolfsburger Konzernmarke Seat präsentierte sich in Genf wettbewerbsfähiger als jemals zuvor: Die weltweiten Verkaufszahlen des spanischen Automobilherstellers stiegen in den ersten beiden Monaten des Jahres um 12,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und erreichten damit einen Rekordwert von 88.900 Fahrzeugen. Mit dem Cupra Formentor präsentierten die Spanier ein echten Hingucker: Die automobile Fusion aus einem Sportwagen mit einem SUV soll in 2020 auf den Markt kommen. Der High-Performance Plug-In-Hybrid mit einer elektrischen Reichweite von 50 Kilometern soll eine Systemleistung von 245 PS erhalten. Und selbstverständlich wird auch Seat in die Elektrifizierung der Serienfahrzeuge einsteigen: Mit dem „el-Born“ wird in Genf das erste vollelektrische Konzeptfahrzeug der Spanier auf MEB-Basis präsentiert.

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