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Elektrisch an die Spitze: Der Weg des ID. R im Überblick

Seinen ersten großen Auftritt hatte Volkswagens Supersportwagen ID. R beim „International Hill Climb“-Bergrennen am Pikes Peak (USA). Zwei Elektromotoren sorgen für 650 PS Leistung.

Von Tim Westermann und Björn-Lars Blank

Am 23. Oktober des Jahres 2017 gab Volkswagen erstmals öffentlich bekannt, mit einem Elektro-Supersportler auf Rekordjagd zu gehen. Damals wurde die Mission Bestzeit am Pikes Peak, einem renommierten Bergrennen in den USA, ausgerufen. Am 22. April 2018 feierte der ID. R Pikes Peak schließlich seine Weltpremiere, knapp zwei Monate vor dem Renneinsatz im US-Bundesstaat Colorado. Sein Name setzt sich aus zwei Volkswagen-Familienbegriffen zusammen. Das ID ist die jüngst etablierte Bezeichnung für E-Fahrzeuge aus dem Hause Volkswagen, während das R stets für das sportlichste Modell einer Reihe steht, wie im Beispiel des Golf R. 

Die Leistungsdaten des Pikes Peak-Rennwagens: Ein maximales Drehmoment von 560 Newtonmetern, 650 elektrische Pferdestärken, permanenter Allradantrieb und eine Beschleunigung von Null auf 100 Stundenkilometer in nur 2,25 Sekunden – ein Fabelwert. Die Batterie war für maximale Hochleistung konzipiert und nicht wie bei alltäglichen E-Fahrzeugen auf eine hohe Energiedichte zwecks Reichweitenoptimierung. Aufgeladen ist der ID. R in 30 Minuten. Seine Kraft konnte der E-Supersportler in der Höhenluft der Rocky Mountains voll abrufen und hatte keinen Leistungseinbruch, wie ihn Verbrennungsmotoren in der dünnen Luft erleiden. 

Mit der Zeit von 7:57,148 Minuten pulverisierte der Franzose Romain Dumas am Steuer des Boliden die vorherige Bestmarke gleich um 16 Sekunden und stellte einen neuen Pikes Peak-Rekord auf. „Wir haben heute gezeigt, was in dieser Technologie steckt“, urteilte Dr. Frank Welsch, Mitglied im Markenvorstand von Volkswagen Pkw für den Geschäftsbereich „Technische Entwicklung“ mit Blick auf das Leistungsvermögen von E-Fahrzeugen. Nach Pikes Peak ließ Volkswagen den ID. R auch beim Bergrennen im Rahmen des von Noblesse bestimmten britischen Goodwood Festival of Speed antreten, wo er ebenfalls den Rekord für den E-Autos aufstellte. Nach diesen zwei Erfolgen wurde dem E-Renner ein Bad in der Menge gegönnt: Den eigenen Mitarbeitern präsentierte Volkswagen das Rekordfahrzeug auf Stippvisite in ausgewählten Produktionsstandorten. Die Mitarbeiter in den Werken Wolfsburg, Salzgitter und Dresden durften wie auch jene an den Standorten Zwickau, Kassel und Braunschweig auf Tuchfühlung mit dem ID. R gehen. Zuletzt war der Elektro-Supersportwagen beim Eisrennen in Zell am See (Österreich) ausgestellt. Im Sommer soll dann der nächste große Auftritt auf der Rennstrecke folgen. 

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